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DASU als Leuchtturmprojekt ausgezeichnet
4,9 Mio. Euro für Ulmer Transferzentrum zur Digitalisierung

Universität Ulm

Das DASU macht Unternehmen in der Region fit für die Herausforderungen der Zukunft, insbesondere für den KI-basierten Umgang mit Big Data. Nun wurde das Transferzentrum für Digitalisierung, Analytics & Data Science Ulm als „Leuchtturmprojekt“ ausgezeichnet und erhält dafür Zuschüsse von der EU und dem Land Baden-Württemberg in Millionenhöhe. Der Auftrag: Wissenschaft und Wirtschaft besser zu vernetzen, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Schwabenbund-Region zu stärken.

Mittelständische Industriebetriebe in der Region geraten mehr und mehr unter Anpassungsdruck, und zwar durch internationale Wettbewerber mit hoher IT-Kompetenz. Doch wie kann gerade auch den hiesigen kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) die digitale Transformation gelingen? Wissenschaftlichen Beistand leistet hier das DASU - Transferzentrum für Digitalisierung, Analytics & Data Science Ulm. Gegründet wurde diese gemeinnützige Stiftung 2021 von der Universität Ulm, der Technischen Hochschule Ulm (THU), der Industrie- und Handelskammer (IHK) Ulm und der Stadt Ulm. Jetzt wurde das Transferzentrum als Leuchtturmprojekt im Rahmen des Regionalen Entwicklungskonzepts des Schwabenbundes ausgezeichnet und mit Fördergeldern in Millionenhöhe ausgestattet. Geld dafür kommt sowohl von der EU als auch vom Land Baden-Württemberg.

Bekannt gemacht wurde der Fördererfolg am Donnerstag, 15. Dezember, im Stuttgarter Landtag mit der offiziellen Übergabe des Förderbescheids durch Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Eingebettet ist das Leuchtturmprojekt im sogenannten RegioWIN2030 Wettbewerb des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Das Programm dient der Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit durch Innovation und Nachhaltigkeit. Die Fördersumme liegt insgesamt bei rund 4,9 Mio. Euro, davon kommen 3,9 Mio. Euro aus dem EFRE und 980 000 Euro aus dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des Landes Baden-Württemberg. „Wir freuen uns sehr über diesen Antragserfolg. Damit wird es uns in Zukunft noch besser möglich sein, Firmen aus der Region fit zu machen für die digitale Transformation und die disruptiven Herausforderungen unserer Zeit“, so Professor Manfred Reichert von der Universität Ulm. Der Leiter des Instituts für Datenbanken und Informationssysteme ist Vorsitzender des DASU-Vorstands.

Ein eigenes "Digital Lab" visualisiert innovative KI-Lösungen und Prototypen

„Das Transferzentrum fußt auf der engen Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Es bietet Forschungs- und Transferkooperationen für Unternehmen, datenwissenschaftliche Beratungen, aber auch Infoveranstaltungen und Workshops rund um die Themen Data Analytics und Data Science“, erklärt Professor Reinhold von Schwerin. Der Experte für Data Science und Maschinelles Lernen vertritt die Technische Hochschule Ulm im DASU-Vorstand. Ein „Digital Lab“ soll zudem dabei helfen, innovative KI-Lösungen und -Prototypen visuell darzustellen und erfahrbar zu machen. „Mit dem DASU haben wir eine zentrale Anlaufstelle für Unternehmen bei datenwissenschaftlichen und -analytischen Fragestellungen geschaffen. Mit der RegioWIN-Förderung wird das DASU nun noch einmal wesentlich größer gedacht und stärker auf KMU ausgerichtet“, sagt Petra Engstler-Karrasch, Hauptgeschäftsführerin der IHK Ulm.

Das übergeordnete Ziel des DASU - Transferzentrums für Digitalisierung, Analytics & Data Science Ulm besteht darin, den Wissenstransfer nachhaltig zu optimieren, um die Zukunftsfähigkeit der Region langfristig zu sichern. Damit keine Datenschätze mehr verloren gehen und die regionale Wirtschaft international wettbewerbsfähig bleibt. Als Leuchtturm für datenbasierte Digitalisierung zeigt das DASU hier den Weg. „Für die Unterstützung der EU und des Landes Baden-Württemberg bedanken wir uns ausdrücklich. Wir werten die Förderung zugleich als ein weiteres Zeichen dafür, dass wir in Ulm und der Region auf dem richtigen Weg sind, die Zukunft erfolgreich zu gestalten“, bekräftigt Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch.


Über das DASU
Das Transferzentrum für Digitalisierung, Analytics & Data Science Ulm (DASU) wurde 2021 von der Universität Ulm, der Technischen Hochschule Ulm (THU), der Industrie- und Handelskammer (IHK) Ulm und der Stadt Ulm als gemeinnützige Stiftung gegründet. Die Mission: den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und den Unternehmen der gesamten Region zu stärken sowie Ressourcen zu bündeln und neu zu nutzen.

Das DASU arbeitet multidisziplinär. Vertreten sind als Disziplinen die Informatik, die Mathematik/Statistik, die Medizin und die Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften; hinzu kommen die Fachgebiete Human Factors, Mensch-Technik-Interaktion, Digitales Recht und Arbeitspsychologie. Rund 40 Professoren und Professorinnen aus der THU und der Universität Ulm sind am Transferzentrum mittlerweile beteiligt.
Das Grundstockvermögen der Stiftung in Höhe von 200 000 Euro wurde von der IHK Ulm und der Stadt Ulm gestiftet. Zu den Stiftungsunternehmen aus der Region gehören Boehringer Ingelheim Pharma, Hensoldt Sensors, die Kreissparkasse Biberach, Liebherr Digital Development Center, die RAM Stiftung Ulm, Rentschler Biopharma, die SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm sowie die Wieland-Werke.

Weitere Informationen:
Sandra Zimmermann, DASU-Geschäftsführerin, E-Mail: sandra.zimmermann(at)dasu.digital

Text und Medienkontakt: Andrea Weber-Tuckermann

Internationale Wettbewerber mit hoher IT-Kompetenz setzen regionale Betriebe unter Druck. Das DASU hilft den KMU im Schwabenbund international wettbewerbsfähig zu bleiben, indem es Firmen fit macht für den Umgang mit Big Data und Künstlicher Intelligenz (Foto: Yeo Khee on Unsplash)
Übergabe des Förderschecks im Stuttgarter Landtag (v.l.): Prof. Manfred Reichert, Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Sandra Zimmermann, Prof. Reinhold von Schwerin mit dem Landtagsabgeordneten Michael Joukov (Foto: Dr. Arndt Oschmann,Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des Landes Baden-Württemberg)
Der DASU-Vorstand (v.l.): Prof. Manfred Reichert, Prof. Karsten Urban und Prof. Reinhold von Schwerin