Mensch und Gesundheit

Relevanz: Die Gesundheit eines Menschen ist nicht nur an und für sich ein hohes Gut, sondern ein fundamentales Recht eines jeden Individuums (The Universal Declaration of Human Rights, 1948). Die World Health Organization definiert Gesundheit nicht nur „als die bloße Abwesenheit von Krankheit oder Gebrechen“, sondern „als Zustand des vollkommenen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens“ (WHO 1948). 

Ziele des Forschungsbereichs Mensch und Gesundheit sind die Identifikation von Risikofaktoren, die zur Krankheitsentwicklung führen, ebenso wie von Resilienz- bzw. salutogenetischen Faktoren. Ein besseres Verständnis dieser Faktoren erlaubt die gezielte Entwicklung von Maßnahmen (präventiv, therapeutisch, medikamentös, Anpassung struktureller Rahmenbedingungen in Institutionen), um Gesundheit zu erhalten und zu fördern. Hierbei soll eine Perspektive über die gesamte Lebensspanne hinweg eingenommen werden, die insbesondere auch die Gesundheit werdender Mütter und die (früh-) kindliche Entwicklung ins Auge fasst.

Die Wichtigkeit des Forschungsthemas spiegelt sich darin wider, dass die Europäische Kommission ein 3rd EU Health Programme mit einem Fördervolumen von 449,4 Millionen Euro aufgelegt hat, dessen Ziele die Förderung von Gesundheit und von unterstützenden Umwelten für einen gesunden Lebensstil, die Entwicklung innovativer, effizienter und nachhaltiger Gesundheitssysteme und die Erleichterung des Zugangs zu besserer und sicherer Gesundheitsversorgung für EU-Bürger sind. Hierbei erhält das Monitoring gesundheitsrelevanter Prozesse durch Smartphones, Gesundheits-Apps oder Sport/Fitnessuhren besondere Bedeutung und stellt einen Anknüpfungspunkt zum fachbereichsspezifischen Schwerpunkt Mensch und Technik dar (E-mental health).