Chemieinformationssysteme

ehemals Sektion Spektren- und Strukturdokumentation

 

Frei zugängliche MOGADOC Datenbank mit unfangreichen Suchfunktionen und detaillierter graphischer Oberfläche

MOGADOC, die einzigartige Spezialdatenbank Molecular Gasphase Documentation für präzise Molekülstrukturen in der Gasphase, ist nun frei zugänglich in einer aktualisierten, benutzerfreundlicheren Version. Die Datenbank kann einfach erreicht werden durch Klicken auf die untere Abbildung. Die strukturchemische und molekülphysikalische Spezialdatenbank enthält circa 12.500 anorganische, organische und metallorganische Verbindungen, deren Strukturen auf der Basis von Veröffentlichungen auf den Gebieten der Gasphasenelektronenbeugung (seit 1930), der Mikrowellenspektroskopie (seit 1945) und der Molekularen Radioastronomie (seit 1969) und ergänzenden quantenchemischen Rechnungen abgeleitet wurden.

 

Durch Klicken auf die Abbildung kann die graphische Benutzeroberflächen der freizugänglichen MOGADOC Datenbank geöffnet werden.

Kurz nach der Gründung der Universität Ulm wurde 1969 die Sektion Spektren- und Strukturdokumentation gegründet, die Dr. Barbara Mez-Starck bis 1987 leitete und der sie weltweit hohe Anerkennung verschaffte. Die Sektion sammelte weltweit Fachliteratur zur Strukturchemie und Molekülphysik in der Gasphase und evaluierte kritisch Strukturdaten sowie elektrische, magnetische und dynamische Eigenschaften freier anorganischer, organischer und metallorganischer Verbindungen.

 

Auf der Basis dieser international renommierten Datensammlung entstanden zahlreiche Bände in der Landolt-Börnstein-Reihe zu Strukturen freier Moleküle und zu spektroskopisch bestimmten Molekülparametern in der Gasphase. In den 1980er Jahren hat die Sektion mit Mitteln der Bundesregierung gemeinsam mit dem Fachinformationszentrum Physik in Karlsruhe die MOGADOC-Datenbank (Molecular Gasphase Documentation) aufgebaut. Bis heute ist MOGADOC weltweit die einzige numerische Datenbank für Molekülstrukturen isolierter Verbindungen. In über drei Jahrzehnten hat die Sektion, die 2005 in Chemieinformationssysteme umbenannt wurde, die Datenbank weiter ausgebaut und neue Funktionalitäten bereitgestellt.

 

Seit 1998 wird ein Großteil unserer Aktivitäten von der Dr. Barbara Mez-Starck-Stiftung finanziell gefördert.