Schlaraffenland im Regenwald - ein Besuch in unseren Gewächshäusern

Hast du in letzter Zeit ein Stück Schokolade gegessen?

Falls ja, warst du dem Regenwald ganz nah ohne es zu wissen. Im tropischen Amazonasgebiet im nördlichen Teil von Südamerika kommt der Kakaobaum ursprünglich her. Aus seinen Kakaobohnen kann Schokolade hergestellt werden. Wie? Das erfährst du hier!

Wenn du mit dem Mauszeiger auf den Bilder anhälst, bekommst du die Antworten zu den Fragen.

Der Kakaobaum ist ein immergrüner Baum und eine kleine Diva. Doch warum ist er eine Diva?
 
 

Kannst du die Bananenschale im Baum finden? Ist das etwa ein Bananenbaum? Nein, das ist ein Kakaobaum mit Bananenschalen. Aber warum?

Hier siehst du Blüten des Kakaobaums. Schau genau hin, wo sie an der Pflanze wachsen. Erkennst du die Besonderheit?

Nach der Bestäubung durch Insekten und der anschließenden Befruchtung entsteht die Kakaofrucht. Die gurkenförmigen Früchte sind zunächst grün, dann gelb und zum Schluss rotbraun. Wie lange dauert es bis die Früchte reif sind?

 

 

Hier eine geöffnete Frucht von der nur noch die Schale übrig ist. Das Fruchtfleisch und die Kakaobohnen wurden bereits entnommen. Wie viele Kakaobohnen können sich in einer Schale befinden?

 

 

 

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Die getrockneten Kakaobohnen aus der Frucht des Kakaobaums. Es sind die Samen des Baumes. Sie schmecken noch so gar nicht nach Schokolade. Sie sind sehr bitter. Die Kakaobohnen müssen erst in einem mehrstufigen Prozess bearbeitet werden: Rösten, Mahlen. Pressen usw.. Erst dann erhält man Kakaomasse. Zur Herstellung von Tafelschkolade werden zur Kakoamasse noch Zucker, Kakaobutter sowie eventuell Milch sowie Gewürze hinzugegeben und in Form gegossen. Auf dem Bild sehen die Bohnen riesig aus. Wie groß sind sie in echt?

Bewegung im Regenwald

Du kannst dich bewegen, Tiere können sich bewegen, aber Pflanzen? Ja, einige Exemplare können das. Heute möchte ich dir die Mimose vorstellen.

Hier siehst du die Blüte der Mimose. Sie ist rosa und kugelförmig.

Die grünen Fiederblätter sind gut zu erkennen. Ursprünglich kommt die Mimose in tropischen Gebieten in Südamerika vor.

Bei Berührung der Blattspitze falten sich die Blättchen. Sie bewegen sich. Danach folgen alle weiteren Blättchen. Es setzt eine Kettenreaktion ein.

Zum Schluss sind alle Blättchen zusammengeklappt und der Blattstiel klappt nach unten.

Nach ca. 30 Minuten bewegen sich die Blätter wieder in ihre ursprüngliche Position zurück.

Bei der Mimose sind bei den Blattbewegungen keine Muskeln im Spiel. Vereinfach gesagt, verändert sich der Zelldruck (Turgor) und löst die Bewegungen aus.

Was bringt es der Pflanze auf Bewegung zu reagieren?

Es gibt verschiedene Ansätze. Eine Vermutung ist, dass es sich Insekten erst gar nicht auf der Mimose gemütlich machen können. Sie rutschen auf den zusammengeklappten Blättern ab und suchen das Weite. Somit fangen sie erst gar nicht an die Mimose anzuknabbern oder auf den Blättern Eier abzulegen. Die zusammengefalteten Blätter sehen zudem vetrocknet und unappetitlich aus. Es ist eine Schutzfunktion.

Kennst du die Redewendung "Sei nicht so eine Mimose?" Das bedeutet nichts anderes. als dass die Person sehr sensibel oder überempfindlich ist. Namensgebend für die Redewendung ist die Mimose. Du weißt jetzt auch warum! Weil diese Pflanze bereits auf sachte Berührung heftig reagiert, nennt man sehr empfindliche Menschen auch Mimosen.