Wald im Klimwandel

245.000 Hektar Waldfläche müssen nach Schätzung von Fachleuten aufgrund der Waldschäden in Deutschland wiederbewaldet werden. 
(Quelle: BMEL)

Lies Dir die Fragen durch und überlege!

  • Wie war das Wetter in den letzten Sommern?

    Die letzten Sommer waren sehr heiß und trocken.

    Man spricht von einer Dürre, dabei handelt es sich um ein Extremwetterereignis.

    Dürre entsteht durch ein Mangel an Wasser, der durch höhere Temperaturen und/ oder geringere Niederschläge als üblich, verursacht wird.

  • Was glaubst Du: Sind die letzten Sommer eine "heiße" Ausnahme?

    Dürresommer werden nicht die Ausnahme bleiben, sondern werden weiter durch den Klimawandel verstärkt.

    Nicht nur im Sommer gibt es Dürreereignisse auch andere Jahreszeiten sind davon betroffen.

    2020 startete auch der Frühling viel zu trocken. Es gab weniger Niederschläge als sonst üblich.

  • Welche Folgen hat die Dürre auf den Lebensraum Wald?

    Hier einige mögliche Folgen:

    Es kommt zum Wasser- und Nährstoffmangel für Pflanzen und Tiere.

    Es liegt eine erhöhte Waldbrandgefahr vor. Waldbrände können den Tod von Pflanzen und Tieren bedeuten. Können die Tiere fliehen, verlieren sie ihren Lebensraum. Auch der Verlust der Nahrungsgrundlage vieler Tiere ist damit verbunden.

    Bäume werden anfälliger für Schädlinge, zum Beispiel den Borkenkäfer. Insbesondere Fichten als Flachwurzler sind bei Trockenheit gefährdet. In der Regel erfolgt die Abwehr über Harz, das die Bäume aber durch die Trockenheit nur noch erschwert bilden können.

  • Warum kann sich die Natur nicht an den Klimawandel anpassen?

    Generell sind Pflanzen und Tiere in der Lage sich auf verändernde Umweltbedingungen einzustellen. Sei es durch Wanderungen in andere Gebiete oder durch natürliche Selektion der bestangepasstesten Individuen. Das Ganze geschieht allerdings nicht kurzfristig und dort liegt der Knackpunkt. Der momentane Klimawandel verläuft viel zu schnell. Zum Beispiel verändert sich das Klima schneller als die Tiere wandern können. Erschwerdend kommt hinzu, dass die Tiere auch mit Lebensraumverlust (zum Beispiel durch menschliche Waldrodungen) zu kämpfen haben und lange Wanderungen auf sich nehmen müssen.

    Übrigens: Bäume können sich am langsamsten an Klimaveränderungen anpassen. Das liegt daran, dass es oft Jahrzehnte dauert bis ein ausgewachsener Baum entsteht, der Samen produziert.

  • Welche Folgen könnte die Dürre auf Dein Leben haben?

    Bäume liefern Dir als Abfallprodukt der Fotosynthese überlebenswichtigen Sauerstoff. Wir sind auf Pflanzen zum Überleben angewiesen. Pflanzen sind auch unsere Ernährungsgrundlage.

    Wälder sind enorme Kohlenstoffdioxidspeicher. Kohlenstoffdioxid gilt als ein entscheidendes Treibhausgas beim Klimawandel. Somit regulieren Wälder unser Klima, indem sie Kohlenstoffdioxid für die Fotosynthese aufnehmen und dadurch die Konzentration senken. Bei Waldbränden wird das klimaschädliche Gas wieder freigesetzt. Waldbrände in oder in der Nähe von Siedlungsgebieten führen auch dazu,  dass neben den Pflanzen und Tieren auch Menschen betroffen sind.

    Vielleicht bist Du auch gerne im Wald, um dich zu erholen oder dort Sport zu machen. Durch den Verlust der Wälder nehmen die Flächen hierfür immer mehr ab. Durch die Trockenheit besteht in vielen Waldgebieten auch die erhöhte Gefahr von herunterbrechenden Ästen. Dann werden die Waldgebiete zur Sicherheit auch abgesperrt.

    Neben der Problematik in den Wäldern kann die Dürre auch zu Ernteausfällen in der Landwirtschaft führen und der Warentransport über die Schifffahrt kann eingeschränkt werden. Folglich steigen unter anderem die Preise für bestimmte Lebensmittel, da bei hoher Nachfrage das Angebot gering ist.

  • Alles schon zu spät? Was kannst Du tun?

    Es ist nie zu spät!

    Das Wichtigste ist den Kopf nicht in den Sand zu stecken. Du kannst einen Beitrag zum Klimaschutz leisten! Bereits kleine Dinge können etwas bewirken, zum Beispiel mit deinen Freunden über den Klimawandel zu diskutieren. Er ist real und kein Mythos! Oder lauf' das nächste Mal zu deinen Freunden, statt dich fahren zu lassen. Beginne mit einfachen Veränderungen in Deinem Bereich.

    Hier ein paar Anregungen:

    CO2-Rechner: Mit diesem CO2-Rechner kannst Du deinen Anteil am CO2-Ausstoß berechnen und mit den anderen Erdenbürgern vergleichen. Du erhälst direkt Tipps, wie du deine Bilanz verbessern kannst.

    Klimaschutz kann jeder - Acht Tipps

    Die 77 besten Klimaschutz-Tipps

    Vorschläge und Aktivitäten von Jugendlichen für Jugendliche für ein klimafreundliches und nachhaltiges Verhalten

     

     

     

  • Woher stammen die Informationen?

    IPCC Bericht

    https://www.de-ipcc.de/

     

     

Einführung Klimawandel

Für die globale Erderwärmung ist der Anstieg von Treibhausgasen in der Atmosphäre verantwortlich. Hierbei spielt der Mensch eine wesentliche Rolle, der zum Beispiel bei der Nutzung von fossilen Brennstoffen (Kohle, Torf, Erdgas oder Erdöl) Kohlenstoffdioxid freisetzt.

Fakt ist: Das Klima hat stets auf die jeweils wichtigen Einflüsse reagiert – und heute ist der Mensch der stärkste Klimafaktor.
(Quelle: Klimafakten)

                                                                                                                                                                                                                                                             Seit 1881 ist der langjährige Temperaturdurchschnitt in Deutschland um rund 1,5 °C gestiegen. (Quelle: Klimafakten)

Laut Umweltbundesamt waren die Jahre 2019 und 2014 die bisher zweitwärmsten Jahre in Deutschland. Es lag eine Mitteltemperatur von         10,3 °C vor.

Wald im Klimawandel

Man bedenke, dass Bäume, die heute gepflanzt werden unter Idealbedingungen weit über 100 Jahre alt werden können. Folglich müssen bereits heute Baumarten entsprechend den prognostizierten klimatischen Veränderungen ausgewählt werden. Die Anpassung der Wälder an den Klimawandel ist eine langfristige Aufgabe.

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Klimagerechter Waldumbau

  • Förderung von Laub und- Mischwäldern mit mindestens 3 Baumarten. Es bietet sich an Baumarten mit unterschiedlichen Ansprüchen zu mischen (z.B. tiefe und flache Wurzelsysteme).      
  • Pflanzung von trockenheitstoleranten Baumarten
  • Waldschutzmonitoring (z.B. zielgerichtete Analyse der Schädlingssituation)

Quellen: BMEL & Spiegel