Checkliste Plagiatsprüfung für Lehrende

Unser Ziel ist es, die wirkliche und selbst erbrachte Leistung der Studierenden zu bewerten. Arbeiten, die Inhalte aus anderen Quellen ohne entsprechende Kennzeichnung beinhalten, verzerren die Bewertung und führen zu einer unfairen Leistungsbeurteilung, da nur vollständig von Studierenden selbst erbrachte Leistungen als solche zu bewerten sind. Der Fachbereich Informatik setzt daher zur Erkennung von Textplagiaten in der abgegebenen Arbeit den web-basierten Plagiatssuchdienst Docoloc ein. Die folgende Checkliste zeigt auf, wie bei der Plagiatsprüfung vorzugehen ist. 

  1. Zu Beginn des (Pro-)Seminars ist das Einverständnis und die Rechteinräumung zur Vervielfältigung (PDF, Word) schriftlich von den Studierenden einzuholen. 
  2. Die am (Pro-)Seminar teilnehmenden Studierenden sind darauf hinzuweisen, dass die Seminararbeit vollständig anonymisiert einzureichen ist, um eine Plagiatsprüfung datenschutzkonform durchführen zu können. Zu entfernen oder zu anonymisieren sind insbesondere: 
    1. Verfasser/Verfasserin, Prüfer/Prüferin, Benennung der Universität und der Veranstaltung und
    2. Metadaten im Dokument.
    In seltenen Fällen kann es notwendig sein weitere Informationen zu entfernen oder zu anonymisieren, die Rückschlüsse auf den Verfasser/die Verfasserin oder Prüferin/Prüfer geben könnten, das könnte z.B. betreffen
    1. Bezüge im Text zu Vorarbeiten (das am Institut entwickelte Verfahren xy) oder
    2. Bezüge im Text auf proprietäre (nicht offene) Software (das am Institut entwickelte Tool xy) oder Datensätze. 
  3. Durch eine digitale Einreichung über Moodle kann die Seminararbeit den Einreichenden zugeordnet werden. Ist dennoch die Angabe von personenbezogenen Daten gewünscht, so können diese auf einem separaten Deckblatt (Vorlage Latex und Word) angegeben werden. 
  4. Studentische Abgaben werden über den Plagiatschecker Docoloc von den Lehrenden geprüft. Das Prüfergebnis kennzeichnet keine Plagiate, sondern nur identische Textstellen. Es ist Aufagbe des Prüfers bzw. der Prüferin zu bewerten, ob ein Plagiat, wissenschaftliches Fehlverhalten und ggf. Täuschungsabsichten vorliegen. 
  5. Wird Plagiarismus oder wissenschaftliches Fehlverhalten vermutet, so ist der Autorin bzw. dem Autor Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Ziel des Gesprächs ist es, einen umfassenden Einblick in den Sachverhalt zu erlagen z.B. um besser beurteilen zu können, ob eine Täuschungsabsicht vorliegt. 
  6. Wird Plagiarismus oder wissenschaftliches Fehlverhalten festgestellt, so kann der Prüfer oder die Prüferin die Leistung mit nicht bestanden bewerten. Diese Entscheidung liegt im Ermessen der Prüfenden. Eine vergessene Referenz, wo auch kein Vorsatz nachzuweisen ist, ist anders zu beurteilen als die vorsätzliche Übernahme ganzer Textblöcke ohne Quellenangabe. Ebenso ist der Pbergang zwischen (schlechter) Paraphrase und Plagiat fließend.
  7. Wird die Prüfungsleistung aufgrund von wissenschaftlichem Fehlverhalten als nicht bestanden eingestuft, so ist der Prüfungsausschuss zu benachrichtigen, der bei Wiederholungsfällen eine Sachverhaltsermittlung einleiten wird. Der Prüfungsausschuss kann in schweren Fällen das endgültige Nichtbestehen der Prüfung feststellen. 
  8. Nach Abschluss der Plagiatsprüfung bzw. einer sich möglicherweise anschließenden Sachverhaltsermittlung ist das Dokument und der Prüfbericht bei Docoloc zu löschen. Die Löschung muss auch für Emails, denen der Prüfbericht anhängt und für offline gespeicherte Kopien des Prüfberichts erfolgen.