Bachelor of Science in Informationssystemtechnik

Informationstechnologie, Sicherheit in Hard- und Software, Kommunikationstechnik, Computer, Roboter, Internet der Dinge, eingebettete Systeme, Mensch-Maschine-Schnittstellen, Clouds: all diesen und vielen anderen zukunftsweisenden Technologien und Entwicklungen ist gemeinsam, dass sie weder ganz durch die Informationstechnologie oder Informatik noch nur durch Elektronik oder Elektrotechnik beherrschbar sind. Der Grund ist, dass sich diese Technologien der Informationsgesellschaft an der Schnittstelle zwischen der Elektrotechnik und Informatik finden, und für ihre Entwicklung Experten benötigt werden, die in beiden Welten zuhause sind – eben Informationssystemtechniker.

Die Informationssystemtechnik kann als eine Technikwissenschaft definiert werden, die sich mit der ingenieurwissenschaftlichen Forschung sowie der technischen Entwicklung und Produktionstechnik von Geräten und/oder Verfahren beschäftigt, welche auf der Anwendung der Elektrizität und deren physikalischen Begleiterscheinungen basieren, und gleichzeitig die systematische Verarbeitung von Information verlangen. Die Informationssystemtechnik basiert dabei auf einer interdisziplinären Zusammenarbeit und Ausbildung in den Fächern der Elektrotechnik, der technischen Informatik, der Informationstechnik und Informatik.

Hierzu vereint der Studiengang Informationssystemtechnik die grundlegenden Fächer der Elektrotechnik mit denen der Informatik, wie z.B. Kommunikations- und Regelungstechnik, Nachrichtentechnik und Informationstheorie, Hochfrequenztechnik und Elektronik, also die Grundlagen der Hardware, mit Systemprogrammierung, Rechnernetze und –architektur, Betriebssysteme, also die Grundlagen der Software.

Informationssystemtechnik studieren an der Uni Ulm

Studiendekan

Prof. Dr.-Ing Robert Fischer
Studiendekan Elektrotechnik und IST
Tel: +49 (0)731/50-31503
Fax: +49 (0)731/50-31509

Studienaufbau

Das Bachelorstudium Informationssystemtechnik verfügt über einen klar vorgegebenen Stundenplan, der mit fortschreitenden Semestern mehr Wahlfreiheit in der Fächerzusammenstellung zulässt.

Im Zentrum des Studiums stehen die Grundlagenfächer der Elektrotechnik und Informatik wie allgemeine Elektrotechnik und allgemeine Informatik, analoge und digitale Schaltungen, elektronische Bauelemente, Signale und Systeme, Hochfrequenztechnik, Rechnerarchitektur und –netze, eingebettete Systeme und Betriebssysteme. Diese werden unterstützt durch Module aus Mathematik und Physik. Im Wahlpflichtbereich können sowohl weitere fachliche Kenntnisse vertieft werden, als auch Kompetenzen in einem der Nebenfächer Mathematik oder Wirtschaftswissenschaften erlangt werden.

Besonderer Wert wird auf die Vermittlung zusätzlicher Qualifikationen in den Bereichen englische Sprache, Präsentationstechniken und Team- und Kommunikationsfähigkeit gelegt. Mit der Bachelorarbeit zeigen die Studierenden, dass sie unter Anleitung wissenschaftlich arbeiten können.

Für das Bachelorstudium Informationssystemtechnik ergibt sich folgende Übersicht mit Leistungspunkten:

Übersicht mit Leistungspunkten (Bachelor of Science) LP
Elektrotechnik Kernfächer  47
Informatik Kernfächer 52
Mathematik30
Physik  6
Wahlpflichtmodule19
Praktikum Mikrocomputer5
Additive Schlüsselqualifikationen9
Bachelorarbeit 12
Summe180

Studienziele und Inhalte

Der Bachelor Studiengang Informationssystemtechnik qualifiziert die Studierenden sowohl für einen wissenschaftlich orientierten Masterstudiengang an einer Universität, als auch für diejenigen Berufsfelder, in denen Konzeption und Entwicklung komplexer Informationssysteme in Vordergrund stehen. Dazu zählen insbesondere Systeme aus den Bereichen eingebetteter Systeme, Kommunikationstechnik und technischer Informatik.

Der Studiengang vermittelt dabei die analytischen, kreativen und konstruktiven Fähigkeiten in den grundlegenden Kernfächern des Grenzbereichs der klassischen Elektrotechnik und der angewandten Informatik und der Informationssysteme.

Grundlage für das vertiefte Verständnis dieser Kernfächer bilden die Module aus Mathematik, Physik, Elektrotechnik und Informatik. Im Zentrum des Studiums stehen die informationssystemtechnischen Kernfächer. Die späteren InformationssystemtechnikerInnen beherrschen allgemeinen Grundlagen der Elektrotechnik und der Informatik und können sich mit Hilfe dieser Terminologien, Methoden und Denkweisen Spezialgebiete kompetent erschließen.

Sie kennen die Eigenschaften und Einsatzweisen elektronischer Bauelemente. Sie sind in der Lage, digitale Schaltungen zu entwerfen und deren spezifische Implementierungseigenschaften gegeneinander abzuwägen. Sie beherrschen die theoretischen Darstellungsweisen deterministischer und stochastischer Signale und können lineare zeitinvariante Systeme analysieren. Sie kennen die grundlegenden Methoden moderner Hochfrequenzübertragungstechnik und können Rechnernetze analysieren und entwickeln. Sie sind in der Lage, Eigenschaften verschiedener Rechnerarchitekturen zu analysieren und bewerten, sowie die Interaktion bis hoch zur Betriebssystemebene zu verstehen. Sie kennen insbesondere die spezifischen Anforderungen von eingebetteten Systemen und können diese entwickeln.

Im Wahlpflichtbereich haben unsere Studierenden die Möglichkeit, Module aus der Informatik und Elektrotechnik zu kombinieren. Insbesondere werden Module an der Schnittmenge der beiden Disziplinen angeboten; damit wird die klassische Fächertrennung aufgehoben. Die AbsolventInnen erweitern ihr Wissen und ihre Qualifikationen in diversen Bereichen der Informations- und Kommunikationstechnik, Bioinformationstechnik, technischer Informatik und verteilten Systemen.

Der Erwerb zusätzlicher Qualifikationen in den Bereichen Betriebswirtschaft, englische Sprache, Präsentationstechniken und Team- und Kommunikationsfähigkeit qualifiziert die AbsolventInnen im Bereich sozialer Kompetenz und versetzt sie in die Lage, selbstständig Projekte im Gebiet der Informationssysteme durchzuführen und zu präsentieren. Darauf aufbauend zeigt der Studierende in der abschließenden Bachelorarbeit, dass er in der Lage ist, die zu einer Problemlösung relevanten Informationen - insbesondere aus dem Studienprogramm aber auch aus der weiterführenden Literatur - zu sammeln, zu bewerten und zu interpretieren, und darauf aufbauend auch fachbezogene Positionen und Problemlösungen zu formulieren und argumentativ zu verteidigen.

Durch die Durchführung von praxisorientierten Projektarbeiten, einem optionalen Industriepraktikum und dem Erwerb von Schlüsselqualifikationen erhalten Absolventen des Bachelor-Studiengangs eine erste Berufsqualifikation in Forschung und Entwicklung, Produktion, Instandhaltung oder Vertrieb.

Die Absolventen des Bachelor-Studiengangs Informationssystemtechnik haben ein breites Wissen und Verstehen der Grundlagen der modernen Informationssystemtechnik. Sie verfügen über ein kritisches Verständnis der wichtigsten Theorien, Prinzipien und Methoden auf dem Stand der aktuellen Fachliteratur und sind in der Lage, das erworbene Wissen zum Verständnis und der Konstruktion informationstechnischer Systeme anzuwenden, sowie selbstständig durch weiterführende Lernprozesse zu ergänzen.

Ansprechpartner

Fachschaft Elektrotechnik
Studienkommission
Studiendekan: Prof. Dr. Ing. Robert Fischer
Studienfachberatung: Otto Graßl
PRO MINT & MED Studienlotse: Dr. Ulrich Galster
Prüfungsausschussvorsitz: Prof. Dr. Frank Slomka
Praktikantenamt: Ulrike Stier
Auslandsstudium: Prof. Carl E. Krill III, Ph.D Sabine Habermalz (Erasmus, International Office), Brigitte Baur (BW Austauschprogramme, International Office)

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