(Anwendungs-)Projekte SE im Wintersemester 2016/17

Auf dieser Seite werden kurz die im WiSe 2017 angebotenen Projekte beschrieben. Es wird dabei nicht zwischen Bachelor und Masterprojekten unterschieden, da wir gemischte Gruppen zu lassen.

Die Vorstellung der Projekte findet am Donnerstag, den 13.10.2016, 14:00 Uhr im Raum o27/411 statt. Falls Sie zu diesem Termin keine Zeit haben, aber eines der Projekte belegen möchten, bitte ich um eine kurze Nachricht (siehe unten). 

Interessierte sind auch herzlich eingeladen, den Zwischenvorträgen von einigen der derzeit laufenden Projekte am gleichen Tag im gleichen Raum nur eine Stunde früher (13:00 Uhr) beizuwohnen!

Bei Fragen zu den Projekten wenden Sie sich bitte an Alexander Raschke.

App für die Feuerwehr Ulm

In einem früheren Projekt wurde eine Android und iOS-App für die Feuerwehr Ulm entwickelt, mit der Daten über die Ausrüstung und Bedienungsanleitungen stets aktuell auf dem Smartphone zur Verfügung standen. Um diese Daten zu verwalten, wurde außerdem eine Webapplikation entwickelt.

In diesem Projekt soll diese App nun erweitert werden, so dass Termine und Dienste verwaltet werden können. 

Ansprechpartner:

Neue Webanwendung für das Hochschulsportbüro

Die Webseite des Hochschulsportbüros ermöglicht einen einfachen Überblick über das Angebot und die Anmeldung zu einzelnen Sportangeboten. Intern wird diese Anwendung dazu benutzt, die Abrechnungen zu erstellen und einige andere Verwaltungsaufgaben wie Raumplanung, Warteliste, usw. zu erledigen. 

Das aktuelle System basiert auf einer alten Version von Typo3 und soll nun komplett neu (ohne Typo3) entwickelt werden. Die zu verwendende Technologie kann mit dem Hochschulsportbüro abgesprochen werden. Neben der Aktualisierung der Webseite soll auch die Optimierung von Bedienkonzepten berücksichtigt werden. 

Ansprechpartner:

Laufende bzw. abgeschlossene Projekte im SoSe 2016

SENF: Semantic Feature Selection

Klassifikatoren spielen eine wichtige Rolle in der Informatik, wenn es darum geht, eine Menge von Daten in bestimmte Klassen einzuteilen. Leider gibt es nicht einen Algorithmus, der für alle Probleme die besten Ergebnisse erzielt. Stattdessen gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Klassifikatoren, die für unterschiedlichste Anwendungsszenarien mehr oder weniger gut geeignet sind. Außerdem sind Klassifikatoren nicht absolut auf einen Datensatz anwendbar, sondern müssen zunächst für einen bestimmte Datenmenge trainiert werden.

Im Institut für Medizinische Systembiologie werden Klassifikatoren eingesetzt, um aus biologischen Daten Hinweise für eine bestimmte Krankheit des Patienten zu gewinnen. Da es - wie oben bereits beschrieben - nicht einfach klar ist, welcher Klassifikator für den konkreten Datensatz die besten Ergebnisse erzielt, wurde in einem vorangegangenen SE Projekt eine Anwendung entwickelt, mit deren Hilfe Klassifikatoren aus einer umfangreichen Bibliothek (Weka) ausgewählt werden und zusammen mit eingelesenen Daten trainiert und Experimente durchgeführt werden können.

In diesem Projekt soll nun die bestehende JavaFX-Anwendung verbessert und um einige Aspekte erweitert werden. Konkrete Punkte sind (u.a.):

  • Verbesserungen in der Architektur für eine bessere Wiederverwendbarkeit
  • Veränderung der Benutzerführung
  • Ergänzung um verschiedene Auswertungsmethoden
  • Verbesserungen bei der Parallelisierbarkeit der Experimentausführung

Wichtig: Man muss lediglich mit vorhandenen Frameworks arbeiten und nicht selbst Klassifikatoren entwerfen oder anwenden können!

Ansprechpartner:

  • Gunnar Völkel, Institut für Medizinische Systembiologie
  • Dr. Ludwig Lauser, Institut für Medizinische Systembiologie

Zeiterfassungssystem für die Münsterbauhütte

Die Münsterbauhütte kümmert sich um den Erhalt des Ulmer Münsters. Da ein gewisser Zersetzungsprozess permament an dem Gestein nagt, sind das ganze Jahr über rund 30 Personen damit beschäftigt, zu Verhindern, dass das Münster zerfällt.

In diesem Projekt geht es darum, ein komfortables Zeiterfassungssystem für die Münsterbauhütte zu implementieren. Da es hier besondere Anforderungen an die zu erfassenden Daten und die Bedienbarkeit gibt, kann nicht einfach eine Standardsoftware verwendet werden.

Aufgaben sind also die möglichst komfortable Umsetzung der gwünschten Anforderungen, die in Gesprächen mit den Betroffenen herausgefunden werden müssen.

Zu verwendete Technologien müssen dabei von den Teilnehmern (in Absprache mit dem Kunden) selbst festgelegt werden.

Ansprechpartner:

Unterstützung der Münsterbauhütte bei Kartierungsarbeiten

Immer wieder müssen Fachleute der Münsterbauhütte die Schäden an den zu restaurienden Gebäuden erfassen, um die Kosten und die Durchführung einer Restaurierung zu planen. Dabei wird Stein für Stein in Augenschein genommen und für jeden eine Menge an Daten erfasst, um den aktuellen Zustand und die notwendigen Restaurierungsarbeiten zu dokumentieren.

Diese Datenerfassung erfolgt vor Ort derzeit sehr aufwändig mit Fotoapparat, Papier und Bleistift, bevor die Daten anschließend in vorhandene Systeme eingepflegt werden.

Bei diesem Projekt geht es darum, diese Arbeit durch eine neuartige Anwendung zu unterstützen. Die Vorstellungen gehen dabei in die Richtung, dass mit einem Tablett der zu erfassende Stein aus 3D oder 2D Abbildungen ausgewählt wird, die Daten direkt am Tablett erfasst werden können, die Kamera des Tabletts benutzt wird um Fotos zu machen und diese dann noch mit z.B. einer Stifteingabe markiert und bearbeitet werden können. Zurück im Büro, werden die so integriert erfassten Daten direkt mit der zentralen Datenbank abgeglichen.

In diesem eher experimentellen Projekt muss am Ende nicht die oben beschriebene Vision erfüllt werden. Es soll aber zumindest versucht werden, in verschiedenen Ausbaustufen, dieser Idee nahe zu kommen. Dabei muss und soll natürlich auf vorhandene Bibliotheken aufgebaut werden, so dass sich z.B. die Darstellung der (existierenden) 2D-Pläne relativ einfach realisieren lässt. Letztlich muss gerade auch bezüglich der Oberfläche viel mit den Endkunden abgestimmt werden.

Als Technologie ist mehr oder weniger bereits Windows vorgegeben, was sich daraus ergibt, dass die meisten evtl. zu benutzenden Bibliotheken auf dieser Plattform am Besten unterstützt werden. Als Programmiersprache empfiehlt sich dann C#, die sehr ähnlich zu Java ist.

Ansprechpartner:

Expertenbewertungsschema für Mitarbeiter

In einem Unternehmen sammelt jeder Mitarbeiter im Laufe der Zeit Expertenwissen an. Leider ist es oft unternehmensweit nicht ersichtlich, welcher Mitarbeiter welche besonderen Kompetenzen vorweisen kann. Gerade diese Information ist aber hilfreich, falls an einer Stelle Probleme auftreten. Würde man den richtigen Ansprechpartner schnell finden, könnte man das Problem schneller lösen. Außerdem ist es auch für die Zufriedenheit der Mitarbeiter und Kunden sinnvoll, die Mitarbeiter in den Bereichen einzusetzen, die sie am Besten beherrschen.

Die Firma Konzept Informationssysteme GmbH hat eine Profildatenbank, in der mehr oder weniger aktuell das Wissen der Mitarbeiter gepflegt wird. Allerdings wird bisher nicht die Tiefe des Wissens gepflegt. Eine Idee, dies zu bewerkstelligen ist, die anderen Mitarbeiter die Expertise der Kollegen in bestimmten Bereichen bewerten zu lassen.

Dazu soll in diesem Projekt ein System entwickelt werden, welches nach gewissen Anforderungen diese Bewertungen möglichst effizient ermöglicht, so dass die Bewertungen am Ende möglichst verlässlich sind. Die Anforderungen sind dabei noch nicht vollständig festgelegt und müssen im Verlauf des Projekts erarbeitet und durch kreative Lösungen umgesetzt werden. Beispielsweise ist unklar, ob jeder Mitarbeiter jeden anderen beliebig bewerten darf/soll oder nur eine bestimmte Punktzahl über alle Mitarbeiter vergeben werden soll etc. Das Produkt soll an die bestehende (mit Testdaten gefüllte) Datenbank angebunden und überprüft werden.

Die zu verwendende Technologie ist evtl. festgelegt und wird sich wahrscheinlich auch im Bereich Java bewegen.

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