Ringvorlesung „Energie anders denken: Zwischen Labor, Gesellschaft und Klimaneutralität“
Solarbatterie - Licht, Strom und Wasserstoff in einem

Zeit: Montag, 18:30 - 20:00 Uhr
Veranstalter: studium generale
Ort: Universität Ulm, Albert-Einstein-Allee 11, O25, Hörsaal 2 oder online über Zoom

Die Energiewende verlangt mehr als neue Technik – sie erfordert neue Denkweisen. Vier Vorträge beleuchten, wie Forschung, Gesellschaft und das Ziel der Klimaneutralität zusammenwirken und wo sie in Spannung geraten.

Dabei stehen Fragen im Mittelpunkt wie: Welche neuen Energiequellen stecken noch im Untergrund – etwa natürlicher Wasserstoff, der bislang kaum bekannt ist? Wie lässt sich Sonnenenergie speichern, ohne Kabel und Umwege? Welche Rolle spielt Wasserstoff für eine Industrie, die klimaneutral werden will? Und warum reicht gute Technik allein nicht aus, damit die Energiewende gelingt?

Referentin:Prof. Dr. Simon Krause, Institut für Anorganische Chemie II, Universität Ulm

Die Sonne ist die zentrale und nachhaltigste Energiequelle für unseren Planeten. Die direkte Umwandlung von Sonnenenergie in elektrischen Strom oder in chemische Energieträger wie Wasserstoff ist für die nachhaltige Energielandschaft der Zukunft von zentraler Bedeutung. Im Prinzip haben wir aber schon alle nötigen Technologien entwickelt um die Sonne möglichst gut zu nutzen, wäre da nicht die Nacht... Die Überbrückung der Dunkelflauten ist eine zentrale Herausforderung ohne einfache Antwort und Lösung. 

Was aber, wenn wir eine Technologie hätten, die Sonnenenergie direkt in elektrische Energie umwandeln könnte, oder als solche speichern könnte, oder alternativ in chemische Energieträger wie Wasserstoff umwandeln kann? Gibt es doch schon, könnte man meinen: Einfach eine Photovoltaikanlage mit einem Batteriespeicher oder Elektrolyseur verbinden. Der Vortrag stellt Solarbatterien als Lösung vor, die all diese Funktionalitäten in einem einzigen Bauteil vereinen und das ganz ohne Kabel. Prof. Krause geht dabei auf die fundamentalen Prinzipien ein, stellt den Stand der Technik in der Grundlagenforschung dar und gibt einen Ausblick, wohin diese Technologie führen könnte.

Teilnahme: In Präsenz oder online über Zoom.