Ringvorlesung „Energie anders denken: Zwischen Labor, Gesellschaft und Klimaneutralität“
Warum die Energiewende nicht nur eine Technikfrage ist

Zeit: Montag, 18:30 - 20:00 Uhr
Veranstalter: studium generale
Ort: Universität Ulm, Albert-Einstein-Allee 11, O25, Hörsaal 2 oder online über Zoom

Die Energiewende verlangt mehr als neue Technik – sie erfordert neue Denkweisen. Vier Vorträge beleuchten, wie Forschung, Gesellschaft und das Ziel der Klimaneutralität zusammenwirken und wo sie in Spannung geraten.

Dabei stehen Fragen im Mittelpunkt wie: Welche neuen Energiequellen stecken noch im Untergrund – etwa natürlicher Wasserstoff, der bislang kaum bekannt ist? Wie lässt sich Sonnenenergie speichern, ohne Kabel und Umwege? Welche Rolle spielt Wasserstoff für eine Industrie, die klimaneutral werden will? Und warum reicht gute Technik allein nicht aus, damit die Energiewende gelingt?

Referentin:Dr. Florian Müller, Arbeitsgruppe Gesundheits- und Umweltpsychologie, Medical School Hamburg

Der Ausbau erneuerbarer Energien wird von einer Mehrheit in Deutschland befürwortet – und auch vor Ort werden lokale Anlagen meist positiv gesehen. Dennoch kommt es immer wieder zu Konflikten um Anlagenstandorte, die Planungsprozesse verlangsamen oder ganz zum Stillstand bringen können. Warum ist das so, obwohl die grundsätzliche Zustimmung hoch ist?

Der Vortrag geht dieser Frage nach und zeigt, welche Faktoren die Akzeptanz vor Ort entscheidend beeinflussen: von wirtschaftlichen Auswirkungen über den Ablauf von Planungsprozessen bis hin zu Fragen der Gerechtigkeit und sozialer Normen. Dr. Müller beschreibt die zentralen Konfliktfelder und arbeitet heraus, wie Beteiligungsmöglichkeiten, Ausgleichsmaßnahmen und gelungene Kommunikation dazu beitragen können, Widerstände zu verringern und den Ausbau erneuerbarer Energien gesellschaftlich zu verankern.

Teilnahme: In Präsenz oder online über Zoom.