Ringvorlesung „Energie anders denken: Zwischen Labor, Gesellschaft und Klimaneutralität“
Neue Energiequellen im Blick: Kann natürlicher Wasserstoff zur Energiewende beitragen?
Zeit:
Montag, 18:30 - 20:00 UhrVeranstalter: studium generale
Ort: Universität Ulm, Albert-Einstein-Allee 11, O25, Hörsaal 2 oder online über Zoom
Die Energiewende verlangt mehr als neue Technik – sie erfordert neue Denkweisen. Vier Vorträge beleuchten, wie Forschung, Gesellschaft und das Ziel der Klimaneutralität zusammenwirken und wo sie in Spannung geraten.
Dabei stehen Fragen im Mittelpunkt wie: Welche neuen Energiequellen stecken noch im Untergrund – etwa natürlicher Wasserstoff, der bislang kaum bekannt ist? Wie lässt sich Sonnenenergie speichern, ohne Kabel und Umwege? Welche Rolle spielt Wasserstoff für eine Industrie, die klimaneutral werden will? Und warum reicht gute Technik allein nicht aus, damit die Energiewende gelingt?
Referentin:Dr.-Ing. Berit Erlach, Energiesysteme der Zukunft (ESYS)
Für ein klimaneutrales Energiesystem werden große Mengen an klimafreundlich erzeugtem Wasserstoff benötigt. Doch der Hochlauf von grünem Wasserstoff, der durch Wasserspaltung mit erneuerbarem Strom erzeugt wird, kommt nicht so schnell voran wie erhofft. In den letzten Jahren ist daher eine weitere Form zunehmend in den Fokus gerückt: natürlich vorkommender geologischer Wasserstoff. Dieser sogenannte weiße Wasserstoff könnte ähnlich wie Erdgas im Untergrund abgebaut werden – und wäre damit eine völlig neue Energiequelle.
Wie entsteht molekularer Wasserstoff in der Erde, und wie viel gibt es davon? Wie lassen sich Vorkommen finden und erschließen? Und welche wirtschaftlichen Anwendungsfälle könnten sich ergeben? Der Vortrag beleuchtet den aktuellen Wissensstand zu dieser noch wenig bekannten Ressource und ordnet ein, ob und unter welchen Bedingungen natürlicher Wasserstoff zu einem relevanten Baustein der Energiewende werden kann.
Teilnahme: In Präsenz oder online über Zoom.