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Prof. Michael Kühl tritt Amt als neuer Präsident der Uni Ulm an
Neues Präsidium nimmt zum 1. Oktober Arbeit auf

Universität Ulm

An der Universität Ulm beginnt zum 1. Oktober 2026 ein neues Kapitel: Professor Michael Kühl übernimmt offiziell das Amt des Präsidenten der Universität Ulm. Er folgt auf Professor Michael Weber, der die Hochschule elf Jahre lang geleitet hat und zum 30. September in den Ruhestand geht. Gemeinsam mit dem neu zusammengesetzten Präsidium startet damit zum Wintersemester eine neue Ära in der Hochschulleitung.

Michael Kühl ist der Universität Ulm alles andere als fremd: Der 60-Jährige Biochemiker forscht und lehrt seit als mehr 20 Jahren an der Hochschule und leitete dort das Institut für Biochemie und Molekulare Biologie. Zuletzt war er als Vizepräsident für Kooperationen bereits Mitglied des Präsidiums. Diese Erfahrung will er nun nutzen, um die Universität in einer Phase weiterzuentwickeln, in der viele Hochschulen vor ähnlichen Herausforderungen stehen: sinkende Studierendenzahlen, Sanierungsbedarf bei Gebäuden und eine wachsende Skepsis gegenüber Wissenschaft in Teilen der Gesellschaft: „Ich freue mich sehr auf diese neue Aufgabe und darauf, gemeinsam mit dem neuen Präsidium und allen Mitgliedern der Universität die kommenden Jahre aktiv zu gestalten“, so der designierte Präsident. „Wir stecken mitten in einem Transformationsprozess, der uns sehr herausfordern wird, uns aber auch viele Chancen eröffnet.“

Kühl war bereits im Mai von Senat und Universitätsrat zum neuen Präsidenten gewählt worden. Für seine Amtszeit hat er sich klare Schwerpunkte gesetzt. Er will die Forschung an der Universität Ulm strategisch schärfen, etwa in Bereichen wie der Quantenkryptografie oder der Traumaforschung, in denen die Hochschule bereits besonders stark ist. In der Lehre plant er unter anderem einen neuen Studiengang Pharmazie und will Künstliche Intelligenz fest im Studienalltag verankern. Auch die Internationalisierung soll stärker vorangetrieben werden, etwa durch mehr englischsprachige Studienangebote.

Strategischen Weichenstellungen für den Wissenschaftsstandort Ulm 
Sein Vorgänger Professor Michael Weber hatte die Universität Ulm seit 2015 geführt und die Hochschule in dieser Zeit maßgeblich mitgeprägt – unter anderem bei der Etablierung der vier Profilbereiche Green Energy, Quantum Science and Technology, Life Long Health und From Data to Knowledge, beim Ausbau der Forschungsförderung und in zahlreichen strategischen Weichenstellungen für den Wissenschaftsstandort Ulm. Zum Wechsel an der Spitze zeigte sich Weber zuversichtlich: „Ich bin dankbar für den großen gemeinsamen Einsatz aller Mitglieder der Uni Ulm in den vergangenen Jahren. Nun übergebe ich die Universität in beste Hände und bin zuversichtlich, dass Michael Kühl sie mit seiner Erfahrung und seinem Engagement erfolgreich weiterführen wird.“

Mit Professor Michael Kühl tritt zugleich ein komplett neu aufgestelltes Präsidium seine Arbeit an. Ihm gehören künftig die Neurobiologin Professorin Leda Dimou, die Informatikerin Professorin Birte Glimm sowie der Biophysiker Professor Kay-Eberhard Gottschalk neu an; der Mathematiker Professor Dieter Rautenbach bleibt dem Gremium erhalten.

Komplettiert wird das neue Präsidium in Kürze durch Dr. Wiltrud Christine Radau, die im Juli zur neuen Kanzlerin gewählt worden war. Als hauptamtliches Präsidiumsmitglied ist sie für die Verwaltung und den Haushalt der Universität zuständig. Die 56-jährige Juristin leitet derzeit das Dezernat „Akademisches und Recht“ an der Universität Bonn. Bis zu ihrem Amtsantritt führt Heidi Krolopp, Leiterin Dezernat I, als stellvertretende Kanzlerin die Geschäfte. Der bisherige Kanzler Dieter Kaufmann war Ende Juni in den Ruhestand gegangen.


Weitere Informationen: 
Andrea Weber-Tuckermann, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, E-Mail: andrea.weber-tuckermann@uni-ulm.de, 
 

Text: Christine Liebhardt

 

 

 

Prof. Michael Kühl mit Petra Olschowski
Prof. Michael Kühl bei der offiziellen Ernennung zum neuen Präsidenten der Universität Ulm durch Wissenschaftsministerin Petra Olschowski (Foto: MWK)
Prof. Michael Weber mit Petra Olschowski
Wissenschaftsministerin Petra Olschowski verabschiedete den bisherigen Präsidenten Prof. Michael Weber aus dem Dienst (Foto: MWK)