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Dr. Julian Kanz mit Südwestmetall-Förderpreis geehrt
Herausragende Dissertation an der Uni Ulm

Universität Ulm

Der Arbeitgeberverband Südwestmetall hat am Mittwoch seinen alljährlichen Förderpreis bei einer feierlichen Veranstaltung in Stuttgart an Dr. Julian Kanz verliehen. Der Preis wird seit über 35 Jahren an herausragende Nachwuchswissenschaftler und Nachwuchswissenschaftlerinnen der Landesuniversitäten verliehen, die mit ihren Dissertationen einen besonderen Beitrag für die industrielle Arbeit und deren sozialpolitische Rahmenbedingungen leisten.

„Die Preisträger machen mit Ihren herausragenden Dissertationen die Forschungsleistungen an den baden-württembergischen Landesuniversitäten für uns unmittelbar und sehr vielfältig erlebbar“, sagte der Südwestmetall-Vorsitzende Peter S. Krause anlässlich der Förderpreisverleihung. „Gerade in der Phase verschärften globalen Wettbewerbs und beschleunigter technologischer Entwicklungen kommt es auf Innovationsstärke an.“

Bislang ist der Einsatz von Radarsystemen auf Einzel-Drohnen beschränkt, die sowohl Sender als auch Empfänger beinhalten. In seiner Dissertation beschäftigt sich Dr. Julian Kanz mit der Frage, wie zusammenhängende Radaraufnahmen und -messungen mithilfe von ganzen Drohnenschwärmen erstellt werden können.

Dr. Kanz entwickelte im Rahmen seiner Arbeit neuartige Konzepte der Signalverarbeitung, die es den Drohnen eines Schwarms ermöglichen, drahtlos und zusammenhängend miteinander zu kommunizieren. Im Kern fungieren einige der Drohnen eines Schwarms als mobile Empfänger, während andere die Aufgabe von Sendern übernehmen. Die gesteigerte Anzahl der Drohnen und die Skalierbarkeit des Ansatzes ermöglichen eine viel weitere und detailliertere Abdeckung von Gebieten aus der Luft. Für die Entwicklung dieser multistatischen Radarmesskonzepte erhielt Dr. Kanz die Bewertung „summa cum laude“.

„Die Ergebnisse seiner Arbeit eröffnen völlig neue Möglichkeiten für die praktische Anwendung in der Luftüberwachung. Die Fähigkeit, Drohnenschwärme drahtlos und zusammenhängend für die Radarmessung zu nutzen, bietet einen enormen strategischen Vorteil in Bezug auf Flexibilität und Präzision“, sagte Oliver Wirth, Vorsitzender der Bezirksgruppe Ulm von Südwestmetall anlässlich der Preisverleihung am Mittwoch in Stuttgart.

Text: Nicola Gebhart, Öffentlichkeitsarbeit Südwestmetall Ulm

Südwestmetall-Förderpreis an Ulmer Nachwuchswissenschaftler verliehen.
(von links) Oliver Wirth (Vorsitzender von Südwestmetall in Ulm), Dr. Julian Kanz (Preisträger), Götz Maier (Geschäftsführer von Südwestmetall in Ulm) (Foto: Südwestmetall/Frank Eppler)