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Professor Jörg Vollmar verstorben:
Brillanter Chirurg und renommierter Wissenschaftler

Universität Ulm

Universität und Uni-Klinikum Ulm trauern um Professor Jörg Vollmar. Der ehemalige Chefarzt und Leiter der Abteilung Gefäß-, Thorax- und Herzchirurgie (bis 1991) ist am Dienstag dieser Woche im Alter von 85 Jahren verstorben. Er gilt als einer der international renommiertesten deutschen Gefäßchirurgen der vergangenen drei Jahrzehnte und hatte sich auch im Ausland höchste Anerkennung erworben. Dies unterstreichen zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen durch Universitäten und Gesellschaften weltweit, vor allem aber in Südamerika. Ein namhafter Ulmer Kollege würdigte ihn anlässlich seines 80. Geburtstages als brillanten Chirurgen, ausgezeichneten Arzt und Wissenschaftler sowie guten Freund.
Professor Vollmar, der in Berlin, Würzburg und Heidelberg studiert hatte, war 1970 an die Universität Ulm auf den ersten deutschen Lehrstuhl für Thorax- und Gefäßchirurgie berufen worden. In den Folgejahren entwickelte sich seine Klinik zu einem Zentrum für die Spezialisten der Disziplin aus dem In- und Ausland.
Überaus beachtete wissenschaftliche Aktivitäten und hochkarätig besetzte Symposien prägten das Bild seiner Abteilung ebenso wie ein von ihm publiziertes Lehrbuch, das sich schnell zu einem weltweit anerkannten gefäßchirurgischen Standardwerk entwickelte, übersetzt übrigens in vier Sprachen (Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch).
Darüber hinaus hat sich der Verstorbene ganz besonders um die Aufarbeitung der bemerkenswerten Ulmer Medizingeschichte verdient gemacht, insbesondere das Lebenswerk von Johannes Scultetus. Die Scultetus-Gesellschaft Ulm hat Professor Vollmar denn auch ebenso zum Ehrenmitglied ernannt wie  unter anderem die Deutsche Gesellschaft für Angiologie.

Anlage: Foto (Foto Uni Ulm, zur honorarfreien Veröffentlichung in diesem Zusammenhang ohne Einschränkungen freigegeben)