kiz Newsletter 07/2026
Liebe Leserinnen und Leser,
vor der Sommerpause wollen wir Sie ins Bild setzen, was sich im letzten halben Jahr am kiz getan hat. In einer Klausurtagung mit Prof. Dr. Wendzel als kiz Leiter mit den Abteilungsleitenden und ihren Stellvertretern wurden essentielle Aspekte der abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit herausgearbeitet und wichtige Impulse für die kiz Strategie bis 2030 erarbeitet.
Das Ressort Bibliothek wurde durch die Zusammenlegung der beiden bisherigen Bibliotheksabteilungen fokusiert und ist nun unter neuer kommissarischer Leitung der Abt. Bibliothek gut für die Zukunftsherausforderungen aufgestellt. Nach 40 Jahren im Bibliotheksdienst hat sich die bisherige Abteilungsleiterin Dr. Pia Schmücker in den Ruhestand verabschiedet. Während der Prüfungsphase werden wieder die Öffnungszeiten der Bibliotheks-Zentrale um 18 Stunden pro Woche erweitert, gerade auch um Lernen in der Peer-Group zu ermöglichen. Im Rahmen der Demand Driven Acquisition wird das nutzergesteuerte Erwerbungsmodell für E-Books auf eine neue Plattform umgestellt werden. Erfahren Sie zudem welche Erfolge beim Harvesting von Publikationskosten erzielt wurden und welcher neue Workshop für Post-Docs angeboten wird.
Im Ticketsystem des Helpdesk können Sie nun nach Umstieg auf die neue Hauptversion KIX 18 auf Ihre Tickets zuzugreifen und den Kommunikationsverlauf nachverfolgen.
Im Projekt bwNET2.0-Projekt arbeiten fünf Hochschulen und Universitäten aus Baden-Württemberg mit BelWü zuzsammen (dessen wissenschaftlicher Sprecher nun Prof. Dr. Wendzel ist), um innovative Netzwerkarchitekturen betriebstauglich zu machen.
Mit bwHPC-S5 „Scientific Simulation and Storage Support Services“ Phase 4 werden in Baden-Württemberg die Handlungsfelder für HPC (High Perfomance Computing) und DIC (Data Intensive Computing) bis 2029 akzentuiert, um diese Forschungsinfrastruk-turen noch anwenderfreundlicher zu machen.
Wir wünschen Ihnen einen guten produktiven Sommer an und außerhalb der Universität!
Ihr kiz PR Team
Themen dieses Newsletters
kiz Übergreifend
- Erste kiz-Klausurtagung unter neuer Leitung
- Bestellung von Prof. Wendzel zum wissenschaftlichen Sprecher BelWü
- Abteilungszusammenlegung zur Abteilung Bibliothek & Wechsel Abteilungsleitung
- Persönlicher Rückblick auf 40 Jahre im wissenschaftlichen Bibliothekswesen
- Zwischenevaluation des bwNET2.0-Projekts
Bibliotheksressourcen & Forschungsnahe Dienste
kiz Übergreifend
Erste kiz-Klausurtagung unter neuer Leitung
Im März hat im Schloss Lautrach in der Nähe von Memmingen eine dreitägige Klausurtagung des kiz stattgefunden – erstmals unter der neuen Leitung von Prof. Dr. Wendzel. Entsprechend stand die Tagung ganz im Zeichen des gemeinsamen Austauschs und der zukünftigen Ausrichtung des kiz.
Ein Workshop mit externer Moderation läutete den ersten Vormittag ein, wobei die Rollen der fünf Abteilungen und ihr Zusammenwirken besprochen wurden. Die Zusammenführung der bereichsspezifischen Sichtweisen hat viele Überlappungen aufgezeigt und auf diese Weise den Kern der kollektiven Ziele freigelegt. Am Nachmittag folgte ein Rückblick auf die vergangenen eineinhalb Jahre, seitdem Prof. Dr. Wendzel die kiz-Leitung innehat. In einem offenen und kritischen Erfahrungsaustausch wurden Entwicklungen beleuchtet, Prozesse diskutiert und kiz-weite Impulse für den weiteren Verlauf der Klausurtagung gesetzt.
Am zweiten Tag wurde die Runde der Abteilungsleitenden u.a. durch die stellvertretenden Abteilungsleitenden ergänzt (siehe Foto). Im Mittelpunkt standen hierbei Präsentationen aus den fünf Abteilungen mit anschließender Diskussion, die sich an zentralen Leitfragen – wie der nach zukünftigen Trends und abteilungsspezifischen Herausforderungen – orientiert haben. Die verschiedenen Perspektiven lieferten wertvolle Einblicke und schärften den Blick für abteilungsübergreifende Zusammenhänge.
Die Verknüpfung der gewonnenen Erkenntnisse prägte den letzten Tag. Aufbauend auf den Diskussionen und Ergebnissen der vorangegangenen Tage wurden erste Leitlinien erarbeitet, die als Grundlage für die Entwicklung einer Strategie für die kommenden Jahre dienen werden, die das kiz nachhaltig stärken und zukunftsfähig machen soll.
Die Klausurtagung hat deutlich gemacht, wie wichtig der bereichsübergreifende und kontinuierliche Austausch über die alltäglichen, operativ ausgerichteten Besprechungen hinaus ist. Prof. Wendzel dankte allen Beteiligten ausdrücklich für ihr Engagement und ihre konstruktiven Beiträge in einer wertschätzenden Atmosphäre.
Bestellung von Prof. Wendzel zum wissenschaftlichen Sprecher BelWü
BelWü ist der Betreiber des Forschungsnetzwerks von Baden-Württemberg, über den auch die Universität Ulm ihre Internetanbindung erhält. Kürzlich tagte erstmals der neu geschaffene BelWü-Steuerkreis in Stuttgart und bestellte den kiz-Leiter Prof. Wendzel zum wissenschaftlichen Sprecher von BelWü. Durch diese Rolle ist Prof. Wendzel auch in der Trägerversammlung und im technischen Arbeitskreis (TA) vertreten.
Abteilungszusammenlegung zur Abteilung Bibliothek & Wechsel der Abteilungsleitung
Das kiz hat die beiden bisherigen Bibliotheksabteilungen Bibliotheksbenutzung und Informationsmedien zum 01.02.2026 unter Leitung von Dr. Pia Schmücker zusammengelegt zu einer Abteilung Bibliothek.
Die neue Abteilung gliedert sich in drei Kernbereiche, die sich in den folgenden Service-Kategorien widerspiegeln:
- Bibliotheksbenutzung
- Bibliotheksressourcen
- Forschungsnahe Dienste
Die Neugliederung ist bereits auf der Webseite abgebildet und soll so zu einer besseren Auffindbarkeit der relevanten Services für die Bibliotheksnutzer beitragen.
Wechsel der Abteilungsleitung Bibliothek
Frau Dr. Pia Daniela Schmücker hat zum 1.6.2026 die Abteilungsleitung und die stellvertretende kiz-Leitung im Ressort Bibliothek kommissarisch an ihren bisherigen Stellvertreter Uli Hahn übergeben. Die Stelle der Abteilungsleitung ist aktuell ausgeschrieben. Herr Hahn leitet weiterhin das Team Akquisition & Metadaten. Er ist bereits seit 2014 am kiz beschäftigt und hat seitdem in verschiedenen Aufgabenbereichen im Ressort Bibliothek mitgewirkt.
Frau Dr. Schmücker hat das kiz über Jahrzehnte begleitet und maßgeblich geprägt. Sie war mit Christian Spann und Guido Hölting als Stellvertreter bis Oktober 2024 kommissarische Leiterin des gesamten kiz.
Wir danken Frau Schmücker herzlich für ihre vielfältigen Beiträge zur aktiven Gestaltung des Ressorts Bibliothek am kiz!
Frau Dr. Schmücker begleitet das kiz weiterhin als Ausbildungsleiterin für den mittleren und höheren Bibliotheksdienst und betreut die Auszubildenden und Referendare der Abt. Bibliothek am kiz.
Persönlicher Rückblick auf 40 Jahre im wissenschaftlichen Bibliothekswesen
An einem sonnigen Julitag des Jahres 1988 betrat ich den Hof des Klosters Wiblingen, in dem die damalige Universitätsbibliothek provisorisch untergebracht war, und wünschte mir sofort, hier bleiben zu dürfen. Obwohl die Stelle viel Erfahrung im medizinischen Bibliothekswesen voraussetzte, bekam ich als frischgebackene Referendarin mit 2-jähriger Ausbildung den Job. Zuvor hatte ich in an der Universität Tübingen ein Grundstudium in Germanistik, Kunstgeschichte und Philosophie absolviert, dann zur Medizin gewechselt und über die Krankheiten des Philosophen Nietzsche promoviert. Das Studium hatte ich durch Halbtagstätigkeit als HIWI in der Katalogabteilung der UB Tübingen finanziert. Als Fachreferentin für Medizin konnte ich dank Aufbaumitteln an der jungen medizinisch-naturwissenschaftlichen Hochschule Ulm aus dem Vollen schöpfen. Die zahlreichen Zeitschriftenwünsche von Wissenschaftlern und Klinikern zu erfüllen, ließ das Budget allerdings nicht immer zu. Die „Zeitschriftenfrage“ ließ mich mein ganzes Berufsleben nicht los: schon im Referendariat hatte ich mich – lange vor der Zeit der E-Journals – mit Methodiken zur Nutzungsanalyse von Journals beschäftigt. Um das „Preisbewusstsein“ zu adressieren und die Entscheidung über Titel in die Hand der Bibliotheksbeauftragten zu legen, wurde der Zeitschriftenetat vorübergehend an die Fakultäten gegeben, letztlich aber zur kontinuierlichen Finanzierung und Sicherstellung in mehrere zentral finanzierten Zeitschriftenfonds aufgeteilt, die uns in den letzten Jahren eine gute Versorgung ermöglicht haben Versprachen anfangs die DEAL-Verträge (Springer, Wiley, Elsevier) einen Weg aus der „Zeitschriftenkrise“, wird inzwischen zunehmend das Diamond Open Access Publizieren als ein richtungsweisender und erfolgsversprechender Weg des zukünftigen wissenschaftlichen Publizierens gesehen. Beteiligungsverhandlungen über finanzielle Ressourcen für benötigte Produkte mit allen Stakeholdern an der Universität war ein wichtiges Teil des Berufsalltags im wissenschaftsunterstützenden Bereich, der natürlich auch Sparauflagen unterlag.
Höhepunkte meines Berufslebens:
Erstens: die Einweihung des Neubaus der Bibliotheks-Zentrale (April 2001): heute nach 25 Jahren Nutzungserfahrung bedauere ich nicht konsequenter auf die Erfordernisse von Lärmdämmung und Klimatisierung hingewiesen zu haben, um Mitarbeitenden und Studierenden eine bessere Aufenthaltsqualität zu ermöglichen. Weiteren Lernraum zu ermöglichen bleibt ein großes Desiderat.
Zweitens: Die Informationsbedürfnisse der Nutzer zu erfüllen, war mir immer ein höchstes Anliegen gewesen. Für die Finanzierung der essentiellen Fachdatenbanken und Lernplattformen zu sorgen, die Lehrbuchsammlung aktuell zu halten und schließlich durch nutzergesteuerte E-Book-Erwerbung für eine rasche Versorgung mit E-Books (Campuslizenzen) zu sorgen. Immer strikt nach Nutzerbedarf. Die UB Ulm hatte übrigens als einer der ersten Bibliotheken in Deutschland eine Informations-Vermittlungsstelle (Auftragsrecherchen aus Fachdatenbanken, auch für Firmen) aufgebaut und auch als eine der ersten Einrichtungen gründeten wir im Rahmen der aufkommenden Open-Access-Bewegung ein Team „Publikationsmanagement“, um das Repositorium für die Ablage der digitalen Hochschulschriften und wissenschaftlichen Publikationen sicherzustellen und die Nutzer rund um Open Access zu beraten. Als nach und nach Kollegen des höheren Dienstes ausschieden, verabschiedete sich das kiz vom „Fachreferentenprinzip“: so übernahm ich schließlich in der Erwerbungsleitung alle Fachgebiete und fühlte mich als Grenzgängerin zwischen Natur- und Geisteswissenschaften stets herausgefordert, bei den neuesten Themen uo to date zu sein. Die klassischen Fachreferatsaufgaben (z.B. Kurse, communityspezifische Bedarfsermittlung, Marktbeobachtung, Nutzerberatung, Sacherschließung etc.) verteilten wir dann im Kollegium auf viele Schultern.
Drittens: Der enge Austausch mit Wissenschaftlern war mir immer wichtig: Antrittsbesuche bei neuberufenen ProfessorInnen oder Kondolenzbesuche bei den Angehörigen mit Besichtigung der hinterlassenen Bibliotheken zur Nachlasstaxierung waren spannend. Eine besondere Freude war der Aufbau eines reichhaltigen medizinhistorischen Bestandes bei der Gründung des GTE-Institutes durch Prof. Dr. Fangerau und jetzt unter Prof. Dr. Steger gibt es weiter reichlichen Zuwachs (z.B. die „Bibliothek deutschsprachiger Schriftstellerärzte“). Ebenso erfüllend war der Aufbau des Literaturbestandes für die neuen psychologischen Institute. Bei den über 400 Handapparaten (Literaturbestand in den Instituten) gab es viel Dynamik: Rückgaben im großen Stil (etwa aus dem Departement für Geisteswissenschaften: Sprachenzentrum und Humboldt- Studienzentrum sowie dem Bezirkskrankhaus Günzburg) erforderten Platzschaffung für die Langzeitarchivierung wenig vorhandener Literatur (Projekt bwLastCopies). Voraussetzung dafür war die Aussonderung von Print-Zeitschriften im großen Stil bei gegebener digitaler Verfügbarkeit.
Viertens: Über die Mitarbeit in Gremien, in Kommissionen, AGs und bei Kooperationen zu berichten ist hier nicht der Platz. Die zeitweise kommissarische kiz-Leitung war eine besondere Herausforderung und bereitete mich gut vor auf die Leitung der beiden Bibliotheks-Abteilungen zum Abschluss meines Berufslebens: die Vereinigung zur Abt. Bibliothek passt gut zum Gesamt-kiz-Gefüge und sichert die Zukunftsfähigkeit des Ressorts Bibliothek, wo unter neuer Leitung viele wichtige Impulse und Veränderungen zu erwarten sind.
Fünftens: Von der Arbeit mit Lochkarten, ohne PC bis hin zu KI-Tools spannte sich in den 40 Jahren ein weiter Bogen. Schafft KI den Bibliothekar ab? Wir glauben, nein, sind aber fasziniert von den neuen (Such-)Möglichkeiten und der Vielfalt der Tools. Sich die eigene Kreativität und Denkfähigkeit nicht nehmen zu lassen, sie spezifisch zu entfalten, war mir in der Schreibwerkstatt (Musisches Zentrum), die ich seit 1993 für Studierende leite, immer eine Herzensangelegenheit. Netzwerken auch. Eingebettet in ein Netzwerk von hochkompetenten Bibliothekarinnen und Bibliothekaren, vor Ort und andernorts, habe ich jahrzehntelang als Ausbildungsleiterin den Nachwuchs betreut. Neulich führte ich Bibliotheks-Referendare aus dem Land durch die Barockbibliothek im Kloster Wiblingen, um das ikonographische Programm von „himmlischer Weisheit“ und „irdischer Wissenschaft“ zu erläutern. „Bibliothek“ war und ist in meinem Verständnis ein Ort des niederschwelligen Zugangs zu Informationen, ein Ort für Wissenserwerb, Denken, Forschen und Schreiben in Freiheit im Sinne der Werte der demokratischen Grundordnung unseres Landes. In diesem Sinne war ich immer stolz für die Universität Ulm zu arbeiten und danke Allen für die gute Zusammenarbeit.
Dr. Pia Daniela Schmücker
Zwischenevaluation des bwNET2.0-Projekts
Am 31. März wurde im Senatssaal eine Begutachtung des bwNET2.0-Forschungsprojekts mit viel Lob erfolgreich durchgeführt. Die Präsentationen und Demonstratoren zeigten externen Gutachtern und einem Vertreter des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst den aktuellen Projektstand in der Mitte der Projektlaufzeit. Aus Ulm wurden die teilautomatisierte Firewall-Regel-Generierung aus unstrukturierten Nutzeranfragen sowie die Isolation von verschiedenen Programmen eines Computers zur feingranularen Berechtigungssteuerung bis auf Anwendungsebene vorgestellt.
Das bwNET2.0-Projekt bringt fünf Hochschulen und Universitäten aus Baden-Württemberg sowie BelWü zusammen, um an innovativen Netzwerkarchitekturen und -Funktionen zu forschen und sie in den täglichen Betrieb zu überführen. Dabei arbeiten Forschung und Betrieb gemeinsam an modernen und anwendbaren Lösungen, in Ulm die Abteilung Infrastruktur des kiz und das Institut für Verteilte Systeme.
Weitere Informationen zum Projekt finden sich auf der Website.
Bibliotheksbenutzung
Verlängerte Öffnungszeiten während Prüfungsvorbereitung
Zur Unterstützung aller Studierenden in der Prüfungsphase weiten wir die Öffnungszeiten der Bibliotheks-Zentrale zwischen dem 29.06. und dem 16.08. um wöchentlich 18 Stunden aus. Die neuen Öffnungszeiten lauten:
| Montag - Donnerstag | 08:00 - 22:00 Uhr |
| Freitag | 08:00 - 20:00 Uhr |
| Samstag + Sonntag | 10:00 - 20:00 Uhr |
Wir wünschen Ihnen schon jetzt viel Erfolg.
Bibliotheksressourcen
Demand Driven Acquisition: Umstellung des DDA-Erwerbungsmodells
Der langjährige E-Book-Aggregator EbookCentral wird auf Grund geänderter Geschäftsmodelle des Anbieters ab Juli 2026 nicht mehr länger für einzelne E-Book-Käufe zur Verfügung stehen. Bereits lizenzierte Titel können weiterhin bei EbookCentral gelesen werden. Eine Alternative für den Kauf von einzelnen E-Books basierend auf der Plattform EBSCOHost wurde bereits in unserem Newsletter 12-2025 angekündigt.
Verbunden mit der Plattform EbookCentral war auch ein DDA-Modell (Demand Driven Acquisition):
Dabei wurde eine Titelauswahl potenziell relevanter E-Books bereits ohne aktive Lizenzierung in den Katalog eingespielt. Nutzer konnten nach einer begrenzten Lesezeit einen Kaufwunsch übermitteln.
Zusammen mit der wissenschaftlichen Buchhandlung Dietmar Dreier konnte ein neues DDA-Modell vorbereitet werden, das Verlagscampuslizenzen und Aggregatortitel (basierend auf der Plattform EBSCOHost) kombiniert. Die Titeleinspielung in die Bibliothekskataloge erfolgt im Lauf des Juli. Unabhängig der Kaufvorschläge im Rahmen des DDA, kann wie gewohnt das Kaufwunschformular für Literaturwünsche genutzt werden.
Da das E-Book-Angebot der Universität Ulm auf verschiedene Plattformen verteilt ist, empfehlen wir die Literatursuche stets direkt im Katalog vorzunehmen.
Direktlinks zu den Katalogen:
Katalog:global – Resource Discovery System (RDS)
Katalog:lokal – Online Public Access Catalogue (OPAC)
Eine Übersicht lizenzierter E-Book-Pakete finden Sie in unserer Angebotsübersicht (E-Books).
Forschungsnahe Dienste
Automatisiertes Metadaten Harvesting von Publikationskosten
Publikationskostendaten automatisiert über eine offene standardisierte Schnittstelle online bereitzustellen - dafür haben die Projektpartner des DFG-Projekts openCost ein Metadatenschema erarbeitet, das inzwischen auch an der Uni Ulm zum Einsatz kommt. Am kiz wurde das Schema für den Einsatz mit dem DSpace-7-basierten Open Access Repositorium der Universität Ulm (OPARU) angepasst und erfolgreich getestet.
Über die OAI-PMH-Schnittstelle des Repositoriums werden daher seit Mai 2026 von der Universität Ulm Metadaten zu Publikationskosten automatisiert an die OpenAPC-Initiative der Universitätsbibliothek Bielefeld übermittelt. Dadurch konnte der bisherige Workflow, die Metadaten manuell im CSV-Format zu übermitteln, ersetzt werden, was für beide Seiten einen wesentlichen Zeitgewinn bringt.
Der neue Workflow wurde bereits am 18. März 2026 bei der internationalen openCost-Konferenz in Hamburg vorgestellt. Dadurch hat sich inzwischen ein regelmäßiger Austausch mit Mitarbeitenden der Universitätsbibliothek Mainz und dem spanischen Consejo Superior de Investigaciones Científicas (CSIC), welche an ähnlichen Projekten arbeiten, ergeben. Es besteht das gemeinsame Interesse, die Weiterentwicklung künftig koordiniert voranzutreiben, um in Zukunft noch detailliertere Metadaten zu Publikationskosten, Transformationsverträgen und Subskriptionsgebühren übermitteln zu können.
Hierzu auch die offizielle Meldung von openCost: https://www.opencost.de/en/news/data-harvesting-ulm/
Kurs „Open Access. Publikationsworkshop für PostDocs“
Kurs „Open Access. Publikationsworkshop für PostDocs“ / „How to Publish Open Access. Workshop for Postdocs“ auf Anfrage ab 5 Personen
Ab sofort bieten wir den ca. 60-minütigen Kurs „Open Access. Publikationsworkshop für PostDocs“ auf deutsch und auf englisch auf Anfrage - ab einer Teilnehmerzahl von fünf Personen - an. Sie können wählen, ob wir ihn in Präsenz oder über Zoom abhalten sollen. Im Kurs beschäftigen wir uns mit folgenden Themen:
- Das wissenschaftliche Publikationssystem
- Mehr Sichtbarkeit durch Open Access
- OA-Mandat in der Forschungsförderung
- Preprints und Postprints
- OA-Repositorien in Europa
- Open Access für Förderanträge nutzen - als Teil einer Publikationsstrategie
Außerdem gehen wir auf Ihre individuellen Fragen ein.
Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung unter kiz.publikationsmanagement(at)uni-ulm.de!
E-Mail, Kalender & Zusammenarbeit
Support im kiz - Neues Self Service Portal
Mit dem Umstieg auf die neue Hauptversion KIX 18 des vom kiz eingesetzten IT-Servicemanagement-Systems ("Ticketsystem") steht auch ein verbessertes Self Service Portal (SSP) zur Verfügung.
Über das SSP haben alle Nutzer mit einem kiz-Account die Möglichkeit, auf ihre Tickets zuzugreifen und den Kommunikationsverlauf nachzuverfolgen. Ebenso können Sie neue Tickets zu Fragen und Problemmeldungen anlegen.
Bitte beachten Sie, dass die von Ihnen über das SSP erstellten Tickets immer beim Helpdesk des kiz eingehen.
Selbstverständlich können Sie auch in Zukunft Ihre gesamte Kommunikation mit uns über Ihr Mailprogramm abwickeln und die gewohnte E-Mail-Adresse helpdesk(at)uni-ulm.de verwenden.
Das SSP erreichen Sie über die folgende Adresse aus dem Campusnetz:
https://kix.rz.uni-ulm.de:20002/
Wenn Sie von Extern (z.B. Homeoffice) das SSP erreichen wollen, müssen Sie eine VPN-Verbindung herstellen.
Wissenschaftliches Rechnen
bwHPC-S5 Phase 4
Mit bwHPC-S5 „Scientific Simulation and Storage Support Services“ Phase 4 setzt Baden-Württemberg ein starkes Zeichen für zukunftsfähige Forschungsinfrastrukturen und konkretisiert auf Basis bisheriger Erfahrungen die Handlungsfelder für HPC (High Perfomance Computing) und DIC (Data Intensive Computing) bis 2029.
Im Fokus stehen ein ausgebauter wissenschaftlicher Support und Beratungskompetenzen für moderne System- und Methodenkonzepte, eng verzahnt mit der Methodenforschung. Ganzheitliche Bedarfsanalysen und zielgerichtete Supportstrategien – etwa beim Onboarding mit generativen KI-Assistenten zur individuellen Unterstützung – sollen die Einstiegshürden weiter senken. Parallel dazu wird die Energieeffizienz durch Nutzersensibilisierung sowie durch Erprobung und Einführung neuer Technologien gesteigert.
Geplant sind zudem die Einbindung externer Ressourcen wie Cloud-Dienste, Virtualisierung und Container-Lösungen sowie zeitgemäße Softwarestrategien für nachhaltige Entwicklung und optimierte Prozesse. Neue Konzepte für den sicheren, rechtskonformen Umgang mit sensiblen Daten, Initiativen zur Stärkung der digitalen Souveränität sowie eine vertiefte Vernetzung mit weiteren Forschungsinfrastrukturen runden das Paket ab. Das Ziel: Forschende schneller, effizienter und nachhaltiger zu befähigen – vom ersten Login bis zum skalierenden Programmlauf.
Weitere Informationen:
12. bwHPC Symposium in Konstanz
Am 24. September 2026 findet das 12. bwHPC-Symposium an der Universität Konstanz statt. Freuen Sie sich auf ein vielfältiges Programm mit Vorträgen, Postersessions und reichlich Raum für Austausch. Als erstes Symposium der Phase 4 rückt die Veranstaltung den Dialog zwischen wissenschaftlichen Anwenderinnen und Anwendern, den Betreibern der bwHPC-Dienste sowie den Support-Zentren in den Fokus – mit Projekten und Erfolgsgeschichten, die dank bwHPC und der Baden‑Württemberg Data Federation ermöglicht wurden.
Sie können das Programm mitgestalten: Reichen Sie Ihren kurzen Abstract für Vorträge (ca. 15 Minuten) oder Poster ein.
Wir freuen uns auf Ihre Beiträge und auf Konstanz!
Weitere Informationen:
Proceedings des 11ten bwHPC Symposiums
Das 11. bwHPC-Symposium zeigte auch in 2025, wie Hochleistungsrechnen die Forschung in Baden-Württemberg voranbringt. Die Beiträge verknüpften methodische Innovation mit robustem Forschungsdatenmanagement und brachten FAIR-Prinzipien direkt in HPC-Workflows ein.
Inhaltlich wurden Simulations- und Modellierungsansätze weiterentwickelt. Mehrere Beiträge bezogen sich auf den im Rahmen der SKII-Förderung kürzlich ausgebauten GPU-Rechenknoten, darunter „THOR: massively parallel GPU-accelerated radiative transfer“ sowie „Accelerated Monte Carlo Simulation Framework for Patient Motion Correction with a Long Axial field of view Positron Emission Tomography scanner“. Diese Beispiele verdeutlichten, wie GPU-Beschleunigung komplexe Berechnungen effizienter adressiert.
Daneben rückten auch Sicherheit und Nutzerunterstützung in den Fokus: Thematisiert wurden etwa die Erkennung von „Information Hiding Artifacts“ in Netzwerken, vorgestellt von Prof. Steffen Wendzel, sowie der Aufbau interaktiver, interoperabler HPC-Plattformen. Abgerundet wurde das Programm durch das Projekt bwRSE4HPC, das sein Unterstützungsangebot für Nutzende und Forschende anhand von Fallbeispielen anschaulich vorstellte.
Weitere Informationen:
Proceedings des 10ten bwHPC Symposiums
Die Proceedings zum 10. bwHPC-Symposium, das im September 2024 in Freiburg stattfand, wurde von KIT Scientific Publishing veröffentlicht und ist im Open Access verfügbar
Dieser Band enthält fachbegutachtete Beiträge von Forscherinnen und Forschern sowie Betreiberinnen und Betreibern föderierter HPC-, Cloud- und Forschungsdateninfrastrukturen aus ganz Baden-Württemberg.
Die Artikel decken vier Hauptthemenbereiche ab:
- Wissenschaftliches Rechnen und KI-Anwendungen,
- HPC-Betrieb und Ressourcenmanagement,
- Infrastruktur und Datenmanagement
– und als zentrales Thema dieser Ausgabe: - Green IT und Energieeffizienz im wissenschaftlichen Rechnen.
Weitere Informationen: