Open Access Förderung an der Universität Ulm

Bitte informieren Sie sich bereits vor Einreichung eines Artikels, beachten Sie die Förderkonditionen und die erläuternden Hinweise.

Die Förderung im Bereich Open Access erfolgt durch zwei Fonds:

  • OA-Fonds der Universität Ulm (für nicht-medizinische Fächer), 
  • OA-Fonds der Medizinischen Fakultät.

Seit 01.11.2020 bestehen einheitliche Förderkonditionen.

Open Access Förderung

  • Förderfähig sind nur solche Publikationen, die in originären Open-Access-Zeitschriften erscheinen und die im jeweiligen Fach anerkannte, strenge Qualitätssicherungsverfahren anwenden („Gold OA“).
  • Aufsätze die in prinzipiell subskriptionspflichtigen Zeitschriften erscheinen (nach dem Modell des "Open Choice" u.ä.) sind nicht förderfähig.
  • Ein Angehöriger der Universität ist als Corresponding bzw. Submitting Author für die Bezahlung des Artikels verantwortlich.
  • Artikelgebühren werden anteilig zu 50% co-finanziert.

Bitte beachten Sie zur Auslegung der Begriffe die Hinweise!

Erläuterung der Begriffe:

  • Originäre Open-Access-Zeitschriften: Zeitschriften, die ausschließlich Open Access Artikel publizieren - Fully OA.
  • Subskriptionspflichtige Zeitschriften: Zeitschriften, für die zum Lesen eine Subskriptionsgebühr fällig ist. Artikel die zusätzlich freiwillig Open Access gestellt werden -hybrider OA- sind nicht förderfähig (Ausnahme: Open-Access-Transformationsverträge).
  • Strenge Qualitätssicherungsverfahren: In der Regel ist damit ein Peer-Review oder ein entsprechendes im Fach anerkanntes Verfahren zur Qualitätssicherung gemeint. Das kiz prüft zudem, ob die Zeitschrift im Directory of Open Access Journals (DOAJ) und in mindestens einer der fachlich anerkannten Datenbanken zur Literaturrecherche gelistet ist. Im Zweifelsfall, insbesondere beim Verdacht auf Predatory Publishing, wird keine Förderung gewährt. Bitte klären Sie die Fördermöglichkeit der Zeitschrift idealerweise bereits vor Einreichung, gerne per E-Mail an oa [at] uni-ulm.de.
  • Corresponding/Submitting Author: Da die Open-Access-Förderung internationalen regeln folgt, und es zu keinen Doppelzahlungen kommen soll, haben sich die Fonds-verwaltenden Institutionen darauf verständigt, OA-Förderung ausschließlich Autoren zu zahlen, die auch für die Rechnungslegung verwantwortlich zeichnen. Eine Erst- oder Letztautorschaft im Sinne der wissenschaftlichen Relevanz spielt deshalb in diesem Kontext keine Rolle.

Weitere Voraussetzungen zur Gewährung der Förderung:

  • Erstattung nur, wenn keine Publikationsmittel aus Drittmittelprojekten in Anspruch genommen werden können.
  • Zahlung der Rechnung aus Abteilungs-/Klinik-Kostenstelle, eine Erstattung der Artikelgebühren kann nur auf diese Kostenstelle erfolgen.
  • Die Erstattung erfolgt erst nach Veröffentlichung.

Wenn Sie eine Förderung beantragen,

Auch wenn eine durchgehende Förderung angestrebt ist, stehen die verfügbaren Mittel nach dem FIFO-Prinzip zur Verfügung.

  • Der OA-Fonds der Medizinischen Fakultät für 2021 ist erschöpft. Förderanträge die ab 13.10.2021 beim kiz eingehen (äquivalent Dashboardentscheidungen bei Frontiers, Wiley und Springer Nature), können nicht mehr berücksichtigt werden.
  • Für die zentrale Rechnungslegung bei Artikeln in den Verlagen Frontiers, Springer Nature und Wiley bedeutet dies:
    • Artikel werden für die Anrechnung des Discounts (wo anwendbar) auch weiterhin über die zentrale Rechnung des kiz abgewickelt

    • Die Kosten werden jedoch zu 100% an die Autoren weiterbelastet.

    • Dies betrifft Artikel, die ab 13.10.2021 auf den zentralen Dashboards des kiz zur Aufnahme in die Sammelrechnung entschieden werden.

    • Artikel, die bis einschließlich 12.10.2021 vom kiz in den jeweiligen Dashboards zur Zahlung akzeptiert wurden können noch anteilig zu 50% gefördert werden.

  • Die Open-Access-Lizenzierung einzelner Artikel in Hybridzeitschriften die im Rahmen von OA-Transformationsverträgen finanziert werden, sind nicht vom OA-Förderstopp 2021 betroffen.
  • Die im laufenden Jahr 2020 angepassten Förderkonditionen gelten für alle Artikel, die ab dem 1.11.2020 zur Veröffentlichung akzeptiert wurden.

  • Die im laufenden Jahr 2020 angepassten Konditionen gelten für alle Artikel, die ab dem 1.9.2020 eingereicht wurden.

Bitte nutzen Sie für Ihren Antrag ausschließlich das Erstattungsformular

Für einen Förderantrag aus den Open Access Fonds benötigen Sie:

  • einen Nachweis der Veröffentlichung (vorzugsweise DOI),
  • einen Scan der Originalrechnung als PDF,
  • sowie einen SAP-Buchungsbeleg aus der die Höhe des tatsächlich bezahlten Endbetrags sowie die Kostenstelle ersichtlich sind (direkt als SAP-Auszug "Hardcopy" oder per Kontoauskunft).

Gilt nicht für folgende Verlage, da diese über eine Sammelrechnung durch das kiz zentral gezahlt werden. Es erfolgt eine Weiterbelastung des Eigenanteils an die Autoren:

  • Springer DEAL-Titelliste
  • Wiley DEAL-Titelliste
  • Frontiers

 

  • Wenn Ihr Artikel auf einer zentralen Rechnung zur Zahlung übernommen wird, fragen wir per E-Mail eine Kostenstelle zum Abruf des Eigenanteils ab.
  • Im Falle, dass Sie eine Kostenstelle der Universitätsklinik angeben, wird der Betrag dem Universitätsklinikum durch das kiz in Rechnung gestellt. Diese Rechnungslegung läuft ohne Beteiligung der Autoren ab.
  • Artikel in den Open-Access-Zeitschriften bei Springer Nature und Wiley fallen unter die Förderkonditionen der Open-Access-Fonds und erfordern eine Eigenbeteiligung der Autoren. 

FAQ-Seite zu den DEAL-Verträgen

Gerne können Sie uns Ihre Fragen per E-Mail zukommen lassen. 

Wiley (2019-2022): Die Universität Ulm nimmt am DEAL-Vertrag mit dem Verlag Wiley teil. Ausführliche Informationen zum Ablauf der Veröffentlichung und Titellisten stellt der Verlag selbst zur Verfügung.  

  • Hybrid Open Access (HOA) journals: Artikel in den Closed-Access-Zeitschriften des Verlags werden mit einem accepted ab dem 1.7.2019 im Rahmen der Vereinbarung berücksichtigt. Die Open-Access-Option in den Abozeitschriften des DEAL-Vertrags kann von den Autoren der Universität Ulm ohne zusätzliche Kosten wahrgenommen werden. Wir bitten deshalb alle Universitätsangehörigen darum, vom Opt-Out keinen Gebrauch zu machen, wenn Sie grundsätzlich mit einer Open-Access-Stellung Ihres Artikels einverstanden sind.
  • Fully OA journals - Bitte vor Einreichung in reinen Open-Access-Zeitschriften beachten: Für die Fully-Open-Access-Zeitschriften im Rahmen des Wiley-DEAL-Vertrags gelten die Förderkonditionen der Open-Access-Fonds. Die Rechnungsstellung an die Autoren wird ab September 2020 durch das kiz, nicht mehr durch den Verlag, erfolgen. Die Kosten für Artikel in reinen Open Access Zeitschriften müssen anteilig zu 50% durch die Autoren getragen werden. Bitte informieren Sie sich rechtzeitig zu den entstehenden Kosten.

Springer Nature (2020-2022): Die Universität Ulm nimmt am DEAL-Vertrag mit dem Verlag Springer teil.  Ausführliche Informationen zum Ablauf der Veröffentlichung und Titellisten stellt der Verlag selbst zur Verfügung.

  • OpenChoice journals: Die Open-Access-Option in den Abozeitschriften des DEAL-Vertrags kann von den Autoren der Universität Ulm ohne zusätzliche Kosten wahrgenommen werden. Wir bitten deshalb alle Universitätsangehörigen darum, vom Opt-Out keinen Gebrauch zu machen, wenn Sie grundsätzlich mit einer Open-Access-Stellung Ihres Artikels einverstanden sind. Autoren der Universitätsklinik und des RKU müssen über die Zugehörigkeit zur Medizinischen Fakultät einreichen, um von dieser Option gebrauch zu machen.
  • Fully OA journals - Bitte vor Einreichung in reinen Open-Access-Zeitschriften beachten: Für die Fully Open-Access-Zeitschriften im Rahmen des Springer-DEAL-Vertrags gelten die Förderkonditionen der Open-Access-Fonds. Die Rechnungsstellung an die Autoren wird künftig durch das kiz, nicht mehr durch den Verlag, erfolgen. Die Kosten für Artikel in reinen Open Access Zeitschriften müssen anteilig zu 50% durch die Autoren getragen werden. Bitte informieren Sie sich rechtzeitig zu den entstehenden Kosten.

Sammelrechnungen und Discounts

Aktuelle Vereinbarungen:

  • Frontiers: Price-Cap bei 2.000 € (brutto), wenn der Artikel über die zentrale Rechnung der Universität Ulm gezahlt wird.
  • MDPI: Der Discount 2020 beträgt pro Artikel 10%. Die zentrale Rechnungslegung mit MDPI wurde vorübergehend ausgesetzt.

Open Access Publishing Agreements

  • Cambridge University Press (CUP): Artikel in allen Hybrid-Journals von CUP sollen Open Access publiziert werden. Ulmer Autoren können bei der Einreichung diese Artikel als Open Access-Artikel einreichen. Es findet eine nachträgliche Verrechnung der Artikelgebühren statt, damit dem Autor keine Kosten entstehen.
    Alle Details zum Verfahren und zu den betroffenen Journals können Sie der entsprechenden Webseite von CUP entnehmen.

Rabatte für Artikelgebühren

  • AAAS/Science: Autoren der Universität Ulm haben über die Teilnahme am Konsortialvertrag der TIB mit AAAS einen Anspruch auf 15 % Discount in Science Advances. Der Discount muss vom Autor beim Bezahlprozess via RightsLink über den Button „Apply Discounts“ aktiv ausgewählt werden.
  • AIP: Im Rahmen einer OA-Transformationsvereinbarung mit der TIB werdne alle Artikel, die zwischen 2021 und 2023 von korrespondierenden Autoren mit Affiliation zur Universität Ulm veröffentlicht werden, ohne Zusatzkosten für die Autoren Open Access publiziert.
  • IOP: Der Universität Ulm stehen über die Teilnahme am Konsortialvertrag der TIB mit IOP fünf kostenfreie Artikel in IOP-Journals zur Verfügung. IOP setzt sich für in Frage kommende Artikel mit dem kiz in Verbindung. Autoren müssen keine weiteren Schritte unternehmen.
  • PNAS: Alle in PNAS publizierten Artikel sind nach einer sechsmonatigen Frist über PNAS und PubMed Central frei abrufbar. Autoren die eine sofortige Open Access Publikation anstreben, erhalten einen Rabatt von 24% (1.150 USD statt 1.500 USD).
  • RSC: Für 2021 gilt für Artikel in Hybrid-Zeitschriften ein Rabatt von 15% für Autoren der Universität Ulm. Um den Rabatt geltend zu machen, muss die Email-Adress des korrespondierenden Autoren auf @uni-ulm.de enden. Der Rabatt gilt nicht für die Open-Access-Zeitschriften der RSC.
  • Weitergehende Fragen zu den Rabatten richten Sie bitte an Ihre Ansprechpartner am kiz.

Wer in drittmittelfinanzierten Projekten Forschungsergebnisse veröffentlicht, hat häufig die Möglichkeit, die Kosten für Open-Access-Veröffentlichungen über den jeweiligen Drittmittelgeber geltend zu machen:

  • BMBF: Per 1.9.2017 werden aus BMBF-Projekten resultierende Open-Access-Publikationen nach Projektende gefördert. Bis zu einer Höhe von 2.000 Euro (netto) je Publikation erfolgt eine volle Förderung der Veröffentlichungsausgaben. Betragen die Veröffentlichungsausgaben mehr als 2.000 Euro (netto), werden zusätzlich 20 % des Mehrbetrags gefördert. Die maximale Fördersumme pro Publikation beläuft sich auf 2.400 Euro (netto). Die genauen Förderkonditionen können beim BMBF eingesehen werden. Für die Richtlinie wurde eine Laufzeit bis November 2021 festgelegt.
  • DFG: Die Publikationsbeihilfe wurde im März 2021 angepasst, eine Erstattung von Artikelgebühren ist nicht mehr möglich. Detaillierte Informationen zur Förderung von Open-Access-Publikationen (jetzt: "Grundlagenmaterial" und "Werke von besonderer wissenschaftlicher Bedeutzung") in DFG-Projekten entnehmen Sie bitte dem DFG-Vordruck 51.10 "Merkblatt Publikationsbeihilfe".
  • EU - H2020: Für Projekte im Forschungsrahmenprogramm Horizon2020 besteht die Möglichkeit, die Förderung des Open Access bereits in der Antragsphase mit zu kalkulieren. Details finden Sie auf unserer Themenseite zu Horizon 2020.

 

HINWEIS

Der OA-Fonds der Medizinischen Fakultät für 2021 ist erschöpft. Bitte beachten Sie die weiteren Hinweise für die Medizinische Fakultät.

Kommunikations- und Informationszentrum (kiz)

Kontaktieren Sie uns bei Fragen und Problemen zu den Services des kiz:

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09:00 - 12:00 Uhr
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A-Z-Liste

mehr zu: Open Access Förderung

  • Uli Hahn (Open-Access-Beauftragter)
  • Claudia Mühlhäuser (Open-Access-Beratung)
  •  
  • Anfragen an: oa [at] uni-ulm.de

Eine Liste geförderter Publikationen wird bei OpenAPC gepflegt: